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Lesenswert: Ghost in the Shell, The Ringed City, Lucky Hit, Zwangsperfektionismus / Hörenswert: Spielewertungen, Trauerbewältigung

Die SPIELKRITIK-Lesetipps der Woche! Diesmal: Zwanghafter Perfektionismus als Spielspaßkiller, stupide Teilzeitjobs auf dem Weg zum Erwachsensein in Shenmue 2, und ein Abschied von der Welt und der Gemeinschaft von Dark Souls. Oben drauf: Hideo Kojima über das ganz eigene Körper-Seele-Problem der Ghost in the Shell-Realverfilmung. In Daniels Podcast-Empfehlungen geht es unter anderem um gute Wertungen für schlechte Spiele und um den Umgang mit dem baldigen Tod nahestehender Personen. Wie immer wünschen wir viel Spaß beim Lesen und Hören! Bis nächste Woche. [sk]

Perfektion in Grautönen
(spa-zone.de, Sven Himmen)

[…] Ich leide an einer Art Zwangsstörung, die ich der Einfachheit halber mit „krankhaftem Perfektionismus“ beschreiben möchte. Sie sorgt dafür, dass mir das Denken in Grautönen schwerfällt. Irgendwann kam ich an einen Punkt in meinem Leben, an dem ich Hilfe benötigte, die ich mittlerweile auch bekomme. Das bedeutet, dass ich während manchmal unglaublich anstrengender Therapiestunden und vor allem in der Zeit zwischen diesen Stunden über viele Dinge im eigenen Leben nachdenken muss. Dabei wurde mir klar, wie mir dieser verdammte Perfektionismus die Freude an vielen Videospielen genommen hat. […]

Hideo Kojima on the Philosophy Behind ‚Ghost in the Shell‘
(glixel.com, Hideo Kojima)

[…] I’d like to discuss the relationship between a ghost and a shell briefly, by substituting the idea with the relationship between an original work and how it’s represented. If the „ghost“ is the spirit, theme and other essential elements of a given work, then the „shell“ is the media and methods used to represent it […] Weiterlesen →

Lesenswert: Gerudo, Umweltbewusstsein, Raph Koster, Ladykiller, Fischen, BotW Spoiler

SPIELKRITIK.com startet in den Februar mit einer der, wie ich mir erlaube zu behaupten, vielfältigsten und stärksten Episoden von Lesenswert bis jetzt: Sechs hervorragende, differenzierte und tiefschürfende Artikel, von kleinen Blogs und großen Seiten: Gerudo aus 1001 Nacht, die Rettung unseres Ökosystems auf dem Sega Mega Drive, Indie-Entwickler zwischen Fan-Feedback und Selbstverwirklichung. Raph Kosters Spielspaß-Theorie schnell erklärt, Skizzen zum Fischfang in Shenmue, und obendrauf die gesamte Handlung von Breath of the Wild – vielleicht. Viel Spaß beim Horizonte-Erweitern und bis nächste Woche!

The Radical Environmentalism of the Sega Genesis
(motherboard.vice.com, Jason Koebler)

[…] During my nostalgia trip, I realized something else: Awesome Possum wasn’t alone in its radical environmentalism. The Sega Genesis has a slew of games that focus on cleaning up pollution, protecting the environment, and saving animals. „For us it was clearly a conscious decision,“ Tom Kalinske, the CEO of Sega of America from 1990-1996, told me. „I always allowed the development teams to do what they loved to do, to do what they were passionate about. The guys involved in these games were very much environmentalists.“ […]

Stereotypes of Arabs in Zelda: Ocarina of Time: A journey, via Disney’s Aladdin and The Arabian Nights.
(veryverygaming.wordpress.com, Adrian & Maya)

[…] In order to unpick the stereotypes around Arabs present in Ocarina of Time we need to take a look back at some of the sources for the stereotypes. I do not know and won’t speculate about Japan’s history in all of this, but it certainly seems like the representation of Arabs in Ocarina of Time has come from images of Arabs that have been filtered through a European lens, so to speak. Although there were many tropes about Arabs and Islam circulated in Europe prior to the 1700s, the Arab world became extremely fashionable with the publication in France and England of 1001 Nights, or as it’s more commonly known, The Arabian Nights. […] Weiterlesen →

Lesenswert: Tony Hawk’s Pro Skater, Metal Gear Solid: The Twin Snakes, PS Vita, Yokosuka

Die Leseempfehlungen der Woche. Heute mit gleich drei Artikeln zu einer Serie, die eine Generation geprägt hat: Tony Hawk’s Pro Skater und sein musikalisches Vermächtnis.
Des Weiteren: Ein Besuch an den Schauplätzen von Shenmue in der Realität – ein herausragender Bericht, der nicht nur für Fans von Shenmue, sondern für alle an Japan Interessierten absolut lesenswert ist. Außerdem: Starring Hideo Kojima, Silicon Knights und Nintendo: der delikate Entstehungsprozess des Metal Gear Solid Remakes Twin Snakes. Und zum Abschied: ein Abschiednehmen von der PS Vita.

The ‚Tony Hawk’s Pro Skater‘ Soundtrack Had an Unexpected Effect on How We Listen to Music
(mic.com, Tom Barnes)

[…] Punk band Bad Religion claims that the inclusion of their song „You“ on THPS 2 is what made them famous. They’ve since been credited as a major contributor to the punk revival movement along with Green Day and Offspring, who both had songs included in the later Tony Hawk games. Heavy metal legends Motorhead claimed that „Ace of Spades“ appearance in THPS 3 gave their aging fan base a huge infusion of youthful energy. Alternative rock band My Chemical Romance once claimed they would not have been a band if not for Tony Hawk’s Pro Skater. […]

Why the Tony Hawk Games Matter to Me
(wegameunited.com, Cary)

[…] But the Tony Hawk games swayed my life in ways beyond music. In the beginning they were niche games – I didn’t know anyone outside of skateboarders who played them. I had watched the games enough to be able to keep up relatively decent conversations about them. But just meeting these individuals who acted and thought outside of normal societal conventions changed the way I thought about people. They changed the way I perceived the notions of right and wrong. […]

My Journey Into Shenmue
(culturedvultures.com, Adam Hopton)

[…] I just so happened to be planning a trip to Japan as part of my honeymoon so after a few quick Google searches I found that Yokosuka was indeed a real place and what’s more, was only an hour or so train ride from Tokyo. […] What was most striking about these streets was how Americanised they were. In the game I assumed this was just a representation of Japan being enamoured by American culture in the 80’s but why would it still be present today? And in real life too! The answer soon became clear. Weiterlesen →

Lesenswert: Kerosinöfen, Spielspaß, Papers Please, ungewünschte Politik, sexuelle Gewalt, Bloody Roar

Die Lesetipps der Woche sind zurück. Vollgepackt mit schönen Worten, mit denen die letzten Stunden bis Weihnachten wie im Fluge vergehen. Ho ho ho!

Es wird gemütlich: Phantomriverstone hat sich einmal mehr eines seeehr speziellen Themas angenommen und entführt uns in die wohlig warme Welt der Wärmequellen in Shenmue (und damit Japan). Sirius Delta von Indieflock geht der Frage nach, welche Emotionen neben Spaß Spiele sonst noch in uns hervorrufen können. Andi Dittmann hat mit dem Indie-Geheimtipp Papers, Please auch gleich ein Beispiel parat, das er einmal mehr auf Ethik und Moral abklopft. Meine Blog-Neuentdeckung der Woche: Politik und „Politik“ sind zweierlei – wie wir in einem langen aber sehr lohnenswerten Artikel von Raygunbrown erfahren. Ebenso kein einfaches Thema: Der Umgang mit sexueller Gewalt in Videospielen. Als Dessert erwartet euch mit Bloody Roar ein tierisches Festmahl aus PSX-Zeiten.

Damit verabschiede ich mich in die Weihnachtsfeiertage, allerdings nicht ohne zuvor noch auf das große GASTSPIELER Special hingewiesen zu haben. Nicht weniger als neun Gastautoren werden euch und SPIELKRITIK über die Feiertage und darüber hinaus mit ihren Beiträgen verwöhnen. Schaut deshalb auch morgen wieder vorbei, wenn Pascal von Indieflock.net in die Tiefen von Wario Land 3 vordringen wird.

Winter Heating in Japan | Shenmue Realism
(phantomriverstone.com, Switch)

[…] Today’s post is about the heating methods that can be observed in Shenmue at the Hazuki residence and elsewhere. […] Kerosene-burning heaters were quite a common form of heating rooms in the era of Shenmue, often with a compact pillar shape. They can be found in multiple locations throughout the game: there is one in Ryo’s house, in the employee lounge near the Tomato Convenience Store at the docks and another in the Alpha Trading office. […]

Spaß oder nicht Spaß…!?
(indieflock.net, Sirius Delta)

[…] Dabei ist Spaß bei weitem nicht die einzige Emotion, die Spiele auslösen. In der Pionierzeit der Videospiele mag das aufgrund der begrenzten Möglichkeiten noch größtenteils der Fall gewesen sein. Die technische Entwicklung lässt aber schon seit geraumer Zeit zu, dass auch andere Stimmungen eingefangen bzw. transportiert werden können. Dabei macht die Spielewelt eine ähnliche Entwicklung durch wie die Filmindustrie, die ja bekanntlich nicht nur von ihren Komödien lebt, sondern weit mehr zu bieten hat. […] Weiterlesen →

Lesenswert: Story-Driven Games, Shenmue, Shenmue, Shenmue…, Witcher 3

Die Lesetipps der Woche – immer donnerstags bei Spielkritik.com. Neues aus meinen Lieblingsblogs: Wolfgang Walk schreibt über die Irrtümer der „story-driven games“. Andi Dittmann verschlägt es auf seiner Suche nach Ethik und Moral in die verkommene Welt von The Witcher 3.
Daneben: Themenwoche Shenmue: Realismus! Doch kein Realismus? Easter Eggs, entfernte Karten und ein Vergleich mit der Realität. Recht viel Spaß an den Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit und bis nächste Woche.

Der Mythos vom „story-driven game“
(thevirtualmirror.wordpress.com, Wolfgang Walk)

[…] Manchmal kommt halt einiges zusammen beim Thema Storytelling, und man muss mal ein paar Sachen loswerden. Das hier ist so eine davon: Es gibt nämlich keine „story-driven games“. Bzw. gibt es sie, aber es sollte sie eigentlich nicht geben. Genauso wie es Tourismus nicht geben sollte, aber Reisende. Und das hängt zusammen. Wie, das werde ich jetzt erklären. Der Begriff „story-driven game“ meint entweder irgendeinen hanebüchenen Marketing-Unfug – oder er bedeutet etwas, das per definitionem eine der zentralen Eigenschaften eines Games beschädigt und versklavt. […]

Shenmue – discovering the Sega classic 14 years too late
(theguardian.com, Mike Diver)

[…] Shenmue is charmingly Japanese, and not just in terms of its signage. The way Ryo behaves – always respectful to his elders, and grateful for the allowance he receives each day; his tidiness with empty drinks cans and toy capsules; how he takes off his shoes when he gets home – is quite unlike 21st-century game protagonists. But just like any GTA series antihero, he does insist on sleeping in his jeans. They are nice jeans, though, as the denim specialist in the commercial hub of Dobuita is happy to tell you. Just don’t ask him about his experiences with Asia Travel Co. In fact no one you speak to had has a good experience with the Asia Travel Co. It is a credit to the intricacy of this world that it contains a dubious travel agency. […] Weiterlesen →

Lesenswert: Shenmue, Tomato Convenience Dialogues, RPGification, Rareware Soundtracks, Project Zero Cosplay, Klomanager Deluxe (1995)

Die handverlesenen Games-Lesetipps der Woche – immer donnerstags neu und heute im Zeichen von Shenmue: Der erste Artikel hinterfragt die Popularität des Dreamcast-Klassikers, und eine spannende Artikelserie untersucht die Eigenheiten seiner englischen Übersetzung im Detail. Daneben sei euch Rainer Sigls Beitrag zur genre-übergreifenden RPGification ans Herz gelegt, auch in Ergänzung zum Crafting-Artikel der letzten Woche. Der Rest der sélection lädt zur Entspannung ein: Rareware-Soundtracks aus SNES- und N64-Zeiten, ein hübsches Project-Zero-Cosplay und ein gepflegter Gang aufs Luxusklo. Viel Spaß beim Lesen, Entdecken, Diskutieren – und bis nächste Woche.

Feature: Shenmue Who?
(noobdigest.com, Feathertop)

[…] While it may not give you the freedom to kill pedestrians or hire hookers, Shenmue still opens up its locations of Yokosuka and Hong Kong in intimate ways that Liberty City, Vice City, and San Andreas have yet to do. Where GTA’s focus is on the forest, Shenmue’s is on the trees. Every building has rooms, and every room has a knockable door, and behind every door there is a potential tenant. […] If a young gamer were to pick up and play Shenmue today, she would most likely ignore 90% of the sprites, assuming that they were randomly generated from a batch and would likely cease to exist once off screen, as modern games have taught her to do. She would never know that if she were to randomly pick any of them—maybe the old woman sweeping in front of her hair salon, or the business man waiting by the bus stop—and follow them around, she would learn that person’s daily schedule—where they lived, what time they woke up, where they worked (if they worked), what ramen joint they would eat at for lunch, who they would socialize with on the weekends, what bar they would frequent on Friday nights. Sadly, she would never know the staggering amount of life teeming inside this game. […]

Unnatural Utterances at the Tomato Convenience Store
(phantomriverstone.com, Switch)

[…] In the main, the English character lines in Shenmue sound reasonably natural – often with a deliberate touch of humor depending on the character. But it is interesting to spot the odd case that comes across as a bit awkward (or even puzzling). More often than not, this is due to having been translated a little too directly from the original Japanese. To show what I mean, let’s consider a couple of English lines from Shenmue that sound slightly „off“, and compare them with the original Japanese that these translations come from to find out how they compare. […] Weiterlesen →

Lesenswert: Crash Bandicoot, Kulturkritik, Shenmue, Time Twist, PS Vita, 80er

Die Lesetipps der Woche – immer donnerstags bei Spielkritik. In dieser Ausgabe begegnen wir NES-Nazis, einem PSOne-Beuteldachs, und der wohl bekanntesten Lederjacke der Videospielgeschichte. Ferner sind wir Zeuge, wenn die PS Vita nicht alleine stirbt, wenn die Sonnenuntergänge der 80er wieder lebendig werden, und nicht zuletzt bei einem Paradigmenwechsel in der Spielekritik. Leider hat es diesmal nur ein (wenn auch exzellenter) deutschsprachiger Artikel in die Auswahl geschafft (nächste Woche hoffe ich auf mehr, Vorschläge gern in die Comments). Recht viel Spaß beim Lesen, Erinnern – und Kommentieren! – und bis zum nächsten Mal. PS: Neuer Spielkritik-Content ist natürlich auch in der Mache, braucht aber noch ein bisschen Zeit.

The Crash Comeback
(themaximumutmost.wordpress.com, pine717)

[…] I’ve always found it curious that the long decline of Sonic the Hedgehog has been a popular topic of discussion, but the corresponding decline in quality of the Crash Bandicoot series has not received nearly the same amount of attention. […] When Sony bought Naughty Dog to develop PS2 games, the rights to Crash didn’t go with them. Instead, Konami worked with Universal to take the series multiplatform, and, similar to his hedgehog counterpart, that’s when trouble started to arise. […]

Kulturkritik vs. Kritikkultur
(videogametourism.at, Joe Köller)

[…] Lange, lange Jahre wurde gefordert, Spiele mögen doch endlich als Kunstform und Kulturgut anerkannt werden. Nun endlich ist das Ziel erreicht, und das hat seine Folgen. Wie jedes andere Medium auch werden Spiele zum Gegenstand vielfältiger Betrachtungen, feuilletonistischer wie akademischer, feministischer wie postkolonialistischer. Nun, da mit dem Medium intensiver ins Gericht gegangen wird, wird aber auch der Wunsch nach der handzahmen Testerei früherer Zeiten laut. Aber beides auf einmal geht halt nicht. Wer einerseits kulturell ernstgenommen werden will, kann nicht andererseits den Schutzschild der Belanglosigkeit beanspruchen. […] Weiterlesen →

Lesenswert: Fox in Space, 20 Jahre Pokémon, Let’s Play, Shenmue

Kirby. Vielfraß. Edelknödel. Rewe-Kunde.

Gesehen in Leipzig.

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Bei so netter Werbung verwundert es schon, dass sie nach einigen Monaten dann leider doch entfernt wurde… Nichtsdestotrotz: Was Kirby kann, kann ich schon lange – hier sind meine Games-relevanten WordPress-Empfehlungen der Woche. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern. Alle früheren Links und Lesetipps erreicht ihr jetzt übrigens auch unter dem Menüpunkt „Lesenswert“. Neue Empfehlungen gibt es jeden Donnerstag.

„A Fox in Space“ Kurzfilm von Star Fox Fan
(melangeafurry.wordpress.com, Mailylion)

[…] Ein eher düsteres Setting, das Erinnerungen an Cartoons der 70er Jahre, wie z.B. „Fritz the Cat“ aufkommen lässt, war damals schon erkennbar, auch wenn diese Stilrichtung zu der Zeit noch nicht so prominent ausfiel. Mit der fertigen Version von „A Fox in Space“ wurde dies seitens des Regisseurs Matthew Gafford gründlich geändert. Die Wände sind schmutziger, die Stimmen der Charaktere rauchiger und die Dialoge rau wie Sandpapier. […]

20 Jahre Pokémon
(freiesfeld.ch, Matthias Hasler)

[…] Von der ursprünglichen Idee ist nicht mehr viel übrig geblieben: Es gibt noch den Käfertyp. Ein Typ, der sich zwischen all den Elementbasierenden Typen wie Feuer, Elektro, Wasser, Gestein und Pflanzen nach wie vor etwas seltsam einreiht. Gleichzeitig ist es aber diesem Typ zu verdanken, dass das Typensystem von Pokémon von Anfang an komplexer wurde und nicht ausschliesslich auf Elementen basiert. Immerhin mussten die Vögel, als natürliche Feinde der Käfer, auch integriert werden und der Gift-Typ, weil nun mal nicht jedes Insekt giftig ist. Und gleichzeitig öffnete der Käfertyp auch anderen biologisch anmutenden Typen das Tor: Es gibt auch noch Drachen und Feen zum Beispiel. […] Weiterlesen →