Schlagwort-Archive: jrpg

Lesenswert: Final Fantasy VII, Spielzeit, simuliertes Glück, Games Journalism Award, Need for Speed

Donnerstag: die Lesetipps der Woche sind da! Polygon hat den 20. Jahrestag von Final Fantasy VII zum Anlass genommen, eine Entstehungsgeschichte zu zeichnen, die sogleich zum Standardwerk avancieren dürfte. Zur Relativierung sei aber auch das „Replay“ bei Zuckerlundzynismen empfohlen. Philip Fassing beantwortet die vieldiskutierte Frage nach der richtigen Spielzeit, indem er unseren Umgang mit nicht gespielten Spielen hinterfragt. Simon Parkin ist dem digitalen Zufall auf den Grund gegangen. Ausnahmsweise auch mal wieder ein Review und noch dazu ein älteres, aber: Need for Speed Rivals in einem epischen Rant. Noch mehr exzellente (englischsprachige) Artikel seht ihr beim Spielejournalismus-Award der NY Game Critics verlinkt. Und damit viel Spaß beim Lesen und bis nächste Woche!

Been There, Done Nothing: Für einen entspannteren Umgang mit der Zeit
(superlevel.de, Philip Fassing)

[…] Spiele hingegen sind ein von Technologie getriebenes Medium, das gerne suggeriert, schlecht zu werden, wenn es nicht unmittelbar erfahren wird. Ein Irrsinn, der nicht nur den anhaltenden Retro- und Remastering-Wahn wie einen schlechten Treppenwitz aussehen lässt, sondern auch gleich den Status Quo der Technik an sich. Wer heute ein fünf Jahre altes Spiel hochfährt, muss sich nicht mehr im Polygon-Museum wähnen. […]

Final Fantasy 7: An Oral History
(polygon.com, Matt Leone)

[…] “I don’t think I’ve felt that kind of excitement ever since,” says programmer Hiroshi Kawai. “It wasn’t just the fact that Square had the resources to get all the people and the hardware and the technology together, but even before seeing anything run, it was as if we knew we were going to be making history.” […] Over the past two years, Polygon tracked down more than 30 people who had a hand in the original game and asked them to tell the story of its creation. Below, in their words, you’ll find a story about a company in transition — and the money, politics and talent that pushed it over the edge. […] Weiterlesen →

Lesenswert: Pokémon Go, Persona, AAA-Boykott, Paradise Lost, Geistergeschichten, Basteleien

Die  Games-Lesetipps der Woche. Diesen Donnerstag in düsteren Gefilden: Realer und irrealer Horror beim Pokémonspielen, angewandte Psychoanalyse, ein Aufruf wider den Boykott, Luzifers Fall in 16 Bit, und „oszillierende“ GameBoys.
g2

Warning: Pokemon GO is a Death Sentence if you are a Black Man
(omariakil.com, Omari Akil)

[…] I spent less than 20 minutes outside. Five of those minutes were spent enjoying the game. One of those minutes I spent trying to look as pleasant and nonthreatening as possible as I walked past a somewhat visibly disturbed white woman on her way to the bus stop. I spent the other 14 minutes being distracted from the game by thoughts of the countless Black Men who have had the police called on them because they looked “suspicious” or wondering what a second amendment exercising individual might do if I walked past their window a 3rd or 4th time in search of a Jigglypuff. […]

A Love Letter to thy Inner Self
(indieflock.net, Pascal W.)

[…] Und im Spiel ist dieser Psychologieansatz gerade mit besagter Wahrheitssuche eng verbunden. Denn bevor sich ein Charakter der Protagonistengruppe anschließen kann, muss er zunächst die Wahrheit über sich selbst herausfinden – indem er seinen Schatten konfrontiert, eine geballte Ansammlung seiner innersten Ängste, die sich in einer pervertierten Monsterform auf ihn stürzt und seine Identität zu übernehmen versucht. Da muss der möchtegernharte Rocker, der sich mitten in der sexuellen Identitätsfindung befindet, sich mit einer homosexuellen Version seiner selbst auseinandersetzen, die er aus lauter Angst vor der Reaktion der Öffentlichkeit in seiner Seele verbirgt. […] Weiterlesen →

Impressionen: Dokapon Kingdom (Wii)

Party-RPG

Dokapon Kopie

Es kommt äußerst selten vor, dass ich mich von einem Spiel derart angegriffen fühle.

Eine Kreuzung aus J-RPG und Mario Party gehört wohl zu den fragwürdigsten Spielkonzepten, die man sich vorstellen kann. Dokapon Kingdom ist ein Spiel, von dem wohl nur die wenigsten schon gehört haben. Ursprünglich für die Playstation 2 erschienen, hat es die Wii-Umsetzung des Titels 2010 erstaunlicherweise auch nach Europa geschafft und kann gleichermaßen als Kuriosität und als Geheimtipp bezeichnet werden. Genau wie in der Mario-Party-Reihe bewegt ihr euch würfelnd über das Spielbrett; Sieger ist, wer am Ende einer festgelegten Anzahl von Runden das meiste Geld vorweisen kann. Minispiele gibt es keine, stattdessen kämpft ihr in Old-School-Rollenspielmanier gegen Monster und Mitspieler, Haupteinkommensquelle ist allerdings das Erobern und Entwickeln von Städten. Weiterlesen →