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Lesenswert: Doom Coverart, freie Starentwickler, Horizon: Zero Dawn / Hörenswert: Jump’n’Runs

Die Leseempfehlungen der Woche! Heute: Die klassische Doom-Coverart im Kontext der Kunstgeschichte. Berühmte Entwicklerpersönlichkeiten, die den großen Firmen den Rücken kehrten. Und Horizon: Zero Dawn als Mittel zur Bekehrung. Daniels Hörtipp der Woche beschäftigt sich mit Geschichte und Eigenarten des Jump’n’Run-Genres. [sk]

Von Dämonen & Kentauren: Ein Blick hinter die Kulissen des Covers von Doom
(archaeogames.com, Dom Schott)

[…] Das Doom-Cover ist ein Meisterwerk – weil es ein besonderes Kapitel der Kunstgeschichte zitiert. […] Ein Space Marine stemmt sich im Bildmittelgrund gegen eine herannahende Dämonen-Horde mit entstellten Gesichtszügen, hämischen Grinsemündern und weit aufgerissenen Augenpaaren. […] Es ist ein Jahrtausende altes Bildmotiv, das nichts von seiner Wirkkraft und Eindringlichkeit verloren hat. […]

Flucht aus dem Koloss
(freiesfeld.ch, János Moser)

[…] Ist es gerechtfertigt, den gesichtslosen Mainstream von einem kreativen, von individuellen Künstlerköpfen geprägten Indiemarkt abzugrenzen? Hat der Mainstream und Massenmarkt nicht auch einzelne unabhängige Entwickler hervorgebracht, die ihre Wege gehen und nicht das tun, was der Markt von ihnen verlangt? Und wenn ja, wo führen diese Wege abseits des Kolosses hin? Sind sie überhaupt abseits? Drei Beispiele aus dem Videospielland schlechthin. […] Weiterlesen →

Schreibenswert: Worüber ich gern lesen würde.

Immer wieder gibt es Videospielthemen, über die ich sehr gern mehr erfahren möchte, aber keine Artikel kenne, die sich damit auseinandersetzen.

Manchmal schreibe ich dann selbst einen solchen Artikel, oder ich versuche es zumindest, aber natürlich ist das nicht immer möglich. Entweder, weil mir die Zeit fehlt, häufiger allerdings, weil mir auch nach gründlicher Recherche noch immer das notwendige Expertenwissen fehlen würde. Und manchmal möchte ich ganz einfach die Sicht eines anderen zu einem dieser Themen kennen lernen.

Nachdem dieser Umstand vor einigen Wochen auch bei Twitter schon einmal kurz Gespräch war, habe ich nun eine kleine Liste solcher Wunschthemen zusammengetragen. Drei davon habe ich recht detailliert beschrieben, was aber nicht bedeuten soll, dass ich erwartete, dass irgendwer ein Thema genau so angehen sollte. Generell verstehe ich meine Wunschliste als ganz und gar unverbindliches Brainstorming. Ich erhebe keine Ansprüche auf die hier skizzierten Ideen, ich würde mich viel eher freuen, wenn sie sich frei verbreiten und entfalten würden. Vielleicht können sie dem einen oder anderen Inspiration sein, sich etwas eingehender mit einer Sache zu beschäftigen – und eventuell tatsächlich etwas darüber zu schreiben. Vielleicht zeigen sie aber auch den Weg zu ganz anderen, nicht weniger interessanten Themen. Mitunter ahnt man ja nur schwer, welche speziellen Inhalte einen anderen interessieren würden. Oder man denkt gar nicht daran, das eigene Expertenwissen gerade auf diese Weise anzuwenden.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich tatsächlich jemand die Mühe machen sollte, einen Artikel zu einem der genannten Themen zu verfassen, möchte ich aber auch darauf hinweisen, dass dann selbstverständlich die Möglichkeit zur Veröffentlichung auf SPIELKRITIK.com bestünde (mit der andererseits eine Zweitveröffentlichung an anderer Stelle nicht ausgeschlossen würde). Sollten bereits gute Artikel zu einem dieser Themen existieren, würde ich mich über Hinweise in den Kommentaren sehr freuen.

Zu guter Letzt: Wer selbst ein Thema hat, von dem er meint „Dazu sollte wirklich mal irgendwer etwas schreiben!“, ist eingeladen, das ebenfalls in den Kommentaren kundzutun! Eventuell gibt es unter den Mitlesenden ja jemanden, der sich gerade damit auskennt? Eine spontane „Themenbörse“ sozusagen. Und natürlich spricht auch nichts dagegen, die von mir im Folgenden aufgeworfenen Themen direkt in den Comments ein wenig zu besprechen. Weiterlesen →

Lesenswert: Contra, ethische Avatare, Intentionalität, Doom, Majora’s Mask

Die Web-Empfehlungen der Woche. Heute möchte ich zunächst über eine kleine Änderung in dieser Rubrik informieren.

Bisher hatte ich an dieser Stelle ausnahmslos auf andere WordPress.com-Blogs verlinkt: Die Idee hinter dieser Beschränkung war die, dass ich Aufmerksamkeit auf den starken Content der zumeist kleinen Blogs lenken, und damit auch die Interaktion zwischen diesen (sehr unterschiedlichen) Blogs anregen wollte. An dieser Absicht soll sich auch in Zukunft nichts ändern, und deshalb habe ich es mir zur Regel gemacht, dass auch weiterhin mindestens die Hälfte aller wöchentlichen Links auf WordPress.com-Pages verweisen soll.

Daneben werde ich von heute an aber auch Links zu sonstigen Websites hier posten. Das können Blogs sein, die anderswo gehostet sind, aber auch jede andere Form von Website. Die fehlende Möglichkeit, in diesem Rahmen auch anderswohin verlinken zu können, erschien mir gerade im Zuge der Diskussion bestimmter Themenschwerpunkte als allzu arbiträre Beschränkung. Ich hoffe, dass diese Rubrik, nachdem sie für jeglichen Content geöffnet ist, noch interessanter wird, und noch häufiger angeklickt, und dass den zumeist „kleinen“ Blogs so Seite an Seite mit den besten Artikeln großer Publikationen erst recht einige Aufmerksamkeit zuteil wird. Und nun viel Spaß beim Lesen!

The Forgotten Politics Behind Contra’s Name
(killscreen.com, Matt Morey)

[…] In Japan, the game takes place in New Zealand, the year 2633—a relatively innocuous time and location. In the American translation of Contra, however, where the political realities and controversy surely wouldn’t tackle the subject head-on, the opposite is true. It is set somewhere in the Amazon, in the present day, 1987. Those jungle trees and mountains in the background are just as much the geography of Nicaragua as New Zealand. Usually, localization and translation are meant to make a game more palatable, but everything about the American Contra is more spicy. […]

Der ethische Avatar
(thevirtualmirror.wordpress.com, Wolfgang Walk)

[…] Aus diesen einführenden Punkten ergibt sich, dass der ethische Avatar keine politische Forderung an das Spiel selbst ist, vorgebracht von besorgten Eltern, Lehrern, Politikern oder Bürgern, um das Spiel in der Freiheit seiner Kunst zu beschränken. Der ethische Avatar ist im Gegensatz eine ästhetische Forderung an das Spiel mit dem Ziel, ihm Freiheitsräume aufzuschließen, die der Kunstform heute oft noch aus falscher Angst vor einer echten Kontroverse verbaut werden. Wie ich noch zeigen werde, hat er viel mehr mit dem Schritt von Mono nach Stereo bei der Schallplattenproduktion zu tun als – um bildlich in der Branche zu bleiben – mit der Politisierung der Popmusik durch Bob Dylan. […]

Ich hab 100 Punkte geschafft – aber wer bin ich eigentlich?
(freiesfeld.ch, János Moser)

[…] Die Brutes eröffnen das Feuer auf mich. Bin ich es denn, der unter Beschuss geraten ist? Nein. Während der Zeit, in der Master Chief durch das winterliche Level stapfte, sass ich in meinem warmen Wohnzimmer. Weiterlesen →