Schlagwort-Archive: assassins creed

Lesenswert: Nintendo, SNES-Mini, Life Is Feudal, kindliche Games, Assassin’s Creed im Kino, Toilets of the Year

In wenigen Stunden wird Nintendo die neue Hybrid-Konsole Switch näher vorstellen. Der perfekte Zeitpunkt um zurückzublicken, wieso auch 2016 ein unerwartet erfolgreiches Jahr für das Unternehmen war.
In weiteren Meldungen: Games, die nicht erwachsen werden wollen. Die Möglichkeiten und die Schwierigkeiten eines SNES Mini. Assassin’s Creed als Film. Videospiele als geschichtswissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand. Und: die Toiletten des Jahres! Japanisch, doch mit vielen schönen Bildern, die zum Verweilen einladen. Eine spannende Klolektüre wünscht Spielkritik.com.

From ‚Zelda‘ to Switch: How Nintendo Won 2016 Without Really Trying
(glixel.com, Keith Stuart)

[…] Early in the previous year, the company had mentioned a new console, unenticingly codenamed NX, but told us we’d have to wait a long time for details. It also showcased a partnership with Japanese smartphone gaming giant DeNA, but wouldn’t elaborate much. Everyone was expecting a quiet year. That’s not what happened. Instead, Nintendo began to build the infrastructure of its new future – and the bases would be nostalgia and social connection. […]

SNES-Mini – Wenn ja, dann bitte erweiterbar!
(flateric.wordpress.com, Flat Eric)

[…] In letzter Zeit wird viel darüber spekuliert, ob irgendwann ein SNES-Mini, analog zum NES-Mini, erscheinen wird. Ich bin da etwas skeptisch und habe natürlich auch Ansprüche, die mir das Gerät wahrscheinlich so nicht bieten kann. Aber der Reihe nach… […] Oft wird gemeint, dass die Emulation der alten 8-Bit/16-Bit-Geräte gar kein Problem sei. Das stimmt in Teilen, wenn man sich z.B. auf 8-Bit oder gängige 16-Bit-Geräte mit Motorola-CPU beschränkt. Beim SNES wird es schon etwas komplizierter. […] Weiterlesen →

Lesenswert: Assassin’s Creed Unity, Miguel Sicart, Lieblingskritiken, Watch Dogs 2, Bitmap Brothers Universe

Handverlesen und immer donnerstags auf Spielkritik.com: Die Leseempfehlungen der Woche!

Assassin’s Creed: Unity – Die zweifelhafte Revolution
(videogametourism.at, Eugen Pfister)

[…] Insbesondere die Darstellung [Robespierres] hatte in Frankreich zu einer kurzen aber heftigen politischen Kontroverse geführt, die sich auf der großen medialen Bühne in französischen Tageszeitungen wie Figaro und Le Monde abgespielt hatte und an der sich neben Politikern auch Historiker vehement beteiligt hatten. Assassin’s Creed Unity war dergestalt unvorhergesehen zum Auslöser eines der Momente geworden, wenn Politik und Geschichte mit aller Wucht aufeinandertreffen und bietet sich somit auch ausgezeichnet dafür an, als Quelle für eine nach wie vor umstrittene Geschichtsschreibung der französischen Revolution genutzt zu werden. […]

Game Studies Klassiker Vol. I – Miguel Sicart: The Ethics of Computer Games
(thebigwords.wordpress.com, Nora Beyer)

[…] Miguel Sicart meint: Das ethische Element eines Spiels liegt weniger in seinem Anstrich (world), sondern in seinem Gerüst (system): „Rules create the game; the fictional world contains it“. Es reicht also nicht, wenn wir uns nur die anschauen, wie die Spielwelt oder die Story ist. Wir müssen schauen, wie das formale System designt ist und wie es das Spiel als Ganzes beeinflusst. Soweit die These. Schauen wir uns das genauer an. […]

Lieblingskritiken 2016: Die besten deutschen Videospielartikel
(indieflock.net, Pascal W.)

[…] Eingereicht werden können geschriebene Reviews, Features, YouTube-Videos, Fotomontagen, Bilderstrecken, Podcasts…alles, was sich kritisch mit Videospielen auseinandersetzt und zwischen 01. Januar und 31. Dezember 2016 veröffentlicht wurde. Weiterlesen →

GASTSPIELER: Heimatverbundenheit in einer virtuellen Spielwelt

Ein Gastbeitrag von Daniel Minner
Mehr zum GASTSPIELER Special erfahrt ihr hier.

unbenannt

Die Kopfgeldjagd ist vorbei. Nach zwei Stunden Arbeit, einem vollen Frachtraum und 42 % Schaden an der Außenhülle, geht es endlich wieder nach Choricca. Genauer gesagt zum Mendeleev Gateway, einer Raumstation, welche viele Vorteile bietet. Zunächst die gute Beziehung zu dem Sternensystem, welche ich mir erarbeitet habe, die damit entstandenen Handelsrouten mit guter Bezahlung und kurzen Wegen, den hohen Sicherheitsstandards, ein paar guten Werften und zu guter Letzt natürlich den grandiosen Ausblick auf die zwei erdähnlichen Planeten, wenn man den Mendeleev Gateway verlässt.

Wo du weg willst wenn du älter wirst und zurück willst wenn du alt bist,
das ist „Heimat“…

400 Milliarden Sternensysteme gibt es in der Weltraumflugsimulation Elite Dangerous. Zwar besitzt nicht jedes System eine Raumstation, welche angeflogen werden kann, jedoch sind es mehr als genug um alle in einem Menschenleben zu besuchen. Wer zum ersten Mal in dieses Spiel eintaucht, der merkt schnell, dass es in erster Linie darum geht, lukrativ an Credits zu kommen. Also macht man sich auf die Suche nach Ruhm, Reichtum und einem größeren Schiff, auf, in eine schier unendliche Galaxis voller Gefahren und Abenteuer. Ob beim Handeln, Erkunden oder eben als Kopfgeldjäger. Die Möglichkeiten sind groß. Nachdem ich circa 120 Spielstunden in unserer Milchstraße verbracht hatte, kam in mir ein Gefühl auf, etwas zu vermissen. Ein Ort an dem ich nach einem langen Tag voller „Arbeit“ gerne zurück kehre, ein Ort an dem ich nichts fürchten muss und ein Ort für den ich einstehe und um den es sich zu kämpfen lohnt. Eine Heimat. Dieser Gedanke bewegte mich zu diesem Text. Weiterlesen →

Lesenswert: The Last Guardian, Walking Simulators, Far Cry Primal, J-Games, Rage-Quitting

Die Leseempfehlungen der Woche – immer wieder donnerstags auf Spielkritik.com. Heute geht um die ermutigende Geschichte hinter einer herablassenden Genre-Bezeichnung. Um die Schönheit, die sich findet, wo der Spielfluss einmal stockt. Um Authentizität, wo es mit dem Realismus nicht weit her ist. Um den allgegenwärtigen Einfluss des Anderen: Japanische Spiele als Forschungsgegenstand.
Und wer nach all diesen erfreulichen Entwicklungen trotzdem noch schlecht drauf ist: Rage-Quit und bis nächste Woche!  😉

Warum der “Walking Simulator” keinen neuen Namen braucht
(herzteile.org, Daniel Ziegener)

[…] So negativ dieser Begriff immer noch auch klingen mag, ihn und seine Geschichte durch einen anderen zu ersetzen ist weder machbar noch notwendig. Der “Walking Simulator” stand im Mittelpunkt eines Konflikts um die Definition dessen, was ein Videospiel ist und sein kann. Diese Geschichte wird immer in dem Namen stecken – und deshalb ist er so wichtig. […]

The Last Guardian: Perfekt unperfekt…
(derschauder.blogspot.de, Rainer Schauder)

[…] Videospiele entstammen der Informatik und sind dementsprechend durchzogen von Logik und kausalen Zusammenhängen zwischen Eingabe und Reaktion. Im Jahr 2016 erwartet ein jeder Spieler eine präzise Steuerung und ein klar definiertes Regelwerk. Dass sich dieser Anforderungskatalog im Grunde mit jeder Realität beißt, wird ignoriert. The Last Guardian bricht diesen Drang nach Perfektion auf und versucht eine Form von Natürlichkeit zu simulieren, primär durch das Verhalten von Trico. Dieser hat seinen eigenen Kopf. Er horcht nicht blind auf Befehle, sondern offenbart uns ein Eigenleben, welches einem Nutztier nicht ferner sein könnte. […] Weiterlesen →

Lesenswert: Vietnam, Replaying Japan 2016, DoA Xtreme, Assassin’s Creed III, Public Domain Characters, Übersetzungen

In sechs Artikeln um die Welt: Feldforschungen in Vietnam und Game Studies in Leipzig: Replaying Japan 2016. Kulturelle Differenzen: Japanische Sexualität in Dead or Alive Xtreme und amerikanische Ureinwohner in Assassin’s Creed III. Worte am Anfang und am Schluss: Gemeinfreie Figuren als Videospielgrundlage und die schwierige Suche nach der besten Übersetzung. Viel Spaß beim Lesen und Nachdenken – und bis nächste Woche!

Spielendes Vietnam
(pitforman.wordpress.com, Dirk Poerschke)

[…] Zuerst dachte ich, es gäbe keine digitale Spielkultur. In Kaufhäuser oder Märkten sieht man nirgends Games. Werbung für Spiele fehlt auch völlig. Selbst in einen Fachmarkt für Elektronik waren auf über 5 Etagen keine Spiele, nicht einmal Konsolen oder ähnliches zu finden. Dann half mir Duke The Hobbit Hoang, ein Tattoo Künstler […] weiter. Natürlich spielt man Games in Vietnam. Er hatte bis vor 3 Jahren noch als Zeichner für Game-Entwickler gearbeitet und ist dann schweren Herzens ausgestiegen. Viele Firmen produzieren in Vietnam mobile Spiele für Handy und Tablet, Free to play Games sind ein ziemlicher Renner. Für Spiele mit etwas mehr Aufwand (die seinem eigenen Anspruch eher entsprachen) ist Vietnam ein super hartes Pflaster. […]

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(j-junk.de, Idolmeister)

[…] Iwatani erläuterte auf witzige Weise in seiner Keynote seine Gamedesign-Philosophie: Er möchte inklusive, gewaltfreie Spiele machen, die jeden ansprechen. Dazu muss der Spieler sofort intuitiv erkennen können, was man in dem Spiel machen muss (in der Tat zeigte er sogar ein Video von einem Schimpansen, der richtig gut Pac-Man zocken konnte). Iwatani erklärte dann, wie diese Philosophie in die Programmierung Pac-Mans einfloss (z.B. die Geister-KI). Interessant: Pac-Man war ursprünglich viel langsamer und wurde nur beschleunigt, damit der Qualitätscheck schneller abgeschlossen werden konnte — dabei stellte das Team fest, dass ein schnelleres Pac-Man viel spaßiger ist! […]

PixelSENF #7: Problemstellungen ohne Gesamtbild
(derschauder.blogspot.de, Rainer Schauder)

[…] Denn aller oberflächlichen Betrachtungen und Interpretationen zum Trotz, leidet Dead Or Alive in der Außenwahrnehmung hauptsächlich an einer Unterschätzung des Kontexts und an einer Überschätzung der Bedeutung von Sexualität aus Sicht des Beobachters. […] Weiterlesen →