Schlagwort-Archive: arcade

Kritik: Beach Spikers: Virtua Beach Volleyball

Beach Spikers von Sega AM 2 ist nicht nur ein exzellenter Port eines exzellenten Arcade-Games, es ist vor allem auch eines der besten Multiplayer-Spiele auf dem GameCube.

Die Olympischen Sommerspiele in Rio nähern sich schon wieder ihrem Ende. Schon früh im Verlauf dieser Spiele zog ein Sport Aufmerksamkeit auf sich, der für eine Austragung in Brasilien wie gemacht schien: Beachvolleyball konnte das Publikum begeistern wie noch nie zuvor. Am Ende durften sich brasilianische und deutsche Teams über Gold freuen. Im Laufe der Jahre hat es die Randsportart auch schon zur einen oder anderen Videospielumsetzung gebracht (sicherlich öfters, als das etwa bei Hallenvolleyball der Fall sein dürfte): „Blobby Volley“ sieht man selbst heute noch auf Schulcomputern laufen und das Dead or Alive Xtreme Franchise war erst kürzlich wieder in einiger Munde. Der Volleyball-Part der Tecmo-Produktion spielte in diesen Diskussionen allerdings kaum noch eine Rolle und so befindet sich Beachvolleyball auf Konsolen derzeit im Dornröschenschlaf.

Das war einmal anders: Für die kurze Dauer von gerade einmal zwei Jahren explodierte das Sub-Genre geradezu: Das Jahr 2003 sah nicht nur die Veröffentlichung von Dead or Alive Xtreme Beach Volleyball, damals noch ein XBox-Vorzeigetitel und begleitet von viel Kritikerlob, sondern auch vom etwas anarchischeren Outlaw Volleyball (ebenfalls XBox) sowie Acclaims Summer Heat Beach Volleyball auf der Playstation 2. Bereits im Vorjahr hatte es Segas „Beach Spikers: Virtua Beach Volleyball“ aus der Spielhalle exklusiv auf den GameCube geschafft – und dankenswerterweise auch nach Europa. Weiterlesen →

Lesenswert: Goldenes Zeitalter, Call of Duty (2003), Firmenzentralen, Superman 64

Die Lesetipps der Woche und der Wandel der Zeit: Ein Goldenes Zeitalter gerät in Vergessenheit, das erste Call of Duty bleibt in Erinnerung. Firmengebäude fallen dem Abriss zum Opfer und ein legendär schlechtes Spiel war als Beta-Fassung besser. Eine feine Auswahl außergewöhnlicher Artikel – viel Spaß beim Lesen.

Is the „Golden Age“ of Video Games Doomed to be Forgotten?
(chi-scroller.com, Chris Hodges)

[…] Let’s do a little free association exercise: When you read the words “retro gaming,” what pops into you head? Chances are, you pictured something from the mid-1980s at the absolute oldest. There aren’t too many of us who jump all the way back to Pong and Space Invaders when we reminisce about the classic games and gaming memories that we hold most dear. […] for the vast majority of gamers (and the casual gaming mainstream as well), the video games that are the most discussed, remembered, and revisited begin with the ones from the NES, Commodore 64, Sega Master System, et al and their respective arcade peers. […]

Call of Duty – Ein Wächter der Geschichte
(callofduty-infobase.de, Andre Eymann)

[…] Die Intensität wird durch die vollkommene Abwesenheit von Humor unterstrichen. Call of Duty will nicht cool sein. Es will nicht mit Features glänzen. Keine Waffen-Upgrades. Keine Nebenquests. Keine Open World. Kein Fancy-Shit. Hier befinde ich mich im Kampf. Im Krieg. Es gibt keine Ziele, die über die Befehle des Commanders hinausgehen. Es gibt nur uns und den Feind. Sonst nichts. […] Insgesamt wurden 1,7 Millionen Einheiten des ersten Call of Duty Spiels verkauft. Die Gamer schwärmen noch heute von dem Spiel. Die, die es 2003 zum ersten Mal durchgespielt haben, loben es mit Enthusiasmus. Spieler, die es später neu für sich entdeckten, attestieren Call of Duty eine außergewöhnliche Atmosphäre, die bis heute geblieben ist. […]

zawrtsy

The Demolition of Japan’s Videogame History
(killscreen.com, John Andersen)

[…] At one point in time there were approximately five buildings at 60 Kamitakamatsu-cho, including Nintendo’s headquarters and its iconic Research Center. The construction and exact dates of establishment for each of these buildings remains a mystery. What is known, however, is that in the past 15 years, two of these five buildings have been demolished. This absence coincides with recent concerns related to videogame preservation. As more buildings are torn down, we are urged to question the historical value of the physical birthplaces of iconic videogames. […] Weiterlesen →

Lesenswert: Luigi’s Mansion Arcade, Nicht-News, Breath of the Wild, Barbie, Miyazaki, 34 mal Castlevania

Heute: Luigis Ausflug in die Arcades, Lobhudelei als News, ungezähmtes Zelda, „bedrohliche“ Barbies, Breath of the Wild’s Link to Miyazaki, und ganze 34 mal Castlevania. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen!

Luigi’s Mansion Arcade
(themaximumutmost.wordpress.com, pine717)

[…] Luigi’s Mansion Arcade is probably best grouped with the lightgun games, although it’s not really a shooter.  The machine features two (one for each player) fairly hefty and solid replicas of Luigi’s Poltergust 5000, which is the gun peripheral used to play the game.  […]  There are two buttons on the arcade game’s Poltergust peripheral.  One on the top is used to blast a bright flash of light (the Strobulb) that stuns the ghosts and makes them vulnerable to attack.  Once stunned, the button on the Poltergust’s grip can be used to start vacuuming in the specters. […]

Nicht-News im Spielejournalismus
(textualien.wordpress.com, Andi Dittmann)

[…] Eine weitere Nicht-News erscheint schon im Oktober 2015. Sie heißt „Mass Effect: Andromeda – Bis zum Winter keine neue Details“. Eins muss man der GameStar lassen: Die Überschriften fassen die News wunderbar zusammen. Wesentlich mehr Inhalt gibt es in der News nicht.  Wobei? „In der Zwischenzeit gehen die Arbeiten an Mass Effect: Andromeda jedoch gut voran. Das geht aus einem aktuellen Tweet von Chris Wynn hervor.“ Achso? Die arbeiten weiter dran? Verrückt. Das aller-aller-aller-schlimmste aber ist es, wenn GameStar ungefiltert die eigene Lobhudelei des Entwicklerteams abtippt: […] „Mass Effect: Andromeda – E3-Präsentation soll Fans angeblich vom Hocker hauen“. […]

The Zelda of Legend
(meandnintendo.wordpress.com, anon)

[…] It wasn’t clear just how much of the original Zelda‘s spirit would make up this new game’s DNA until this past week, when The Legend of Zelda: Breath of the Wild received its full E3 coming out party. Gamers were treated to a glimpse of a massive open 3D world with biomes and if-you-can-see-it-you-can-reach-it landmarks off on the horizon. It is the first Zelda game since who-knows-how-long, probably since the original, where the player turns on the game, guides Link out of the cave he wakes up in after Rip Van Winkling it for 100 years, chooses a direction, and just… goes. The path is undefined. The world is untamed. The frontier is unending. It is (or at least it has been presented as) a game that truly is about exploring a vast world, getting lost, and finding your own way. […] Weiterlesen →

Kritik: Virtua Striker 3 ver. 2002

Die Alternativ-Alternative zur Fußball-EM

Fünf, sechs Leute bilden einen Batzen um den Ball, der Rest der Mannschaften steht unbeteiligt in der Gegend rum. Das ist keine Erinnerung an den Sportunterricht, sondern internationale Klasse in Virtua Striker 3 auf dem GameCube. Um eines also gleich vorweg zu nehmen: Segas Arcade-Port hat mit den realitätsnahen Spielzügen der Konkurrenz von Konami und EA nichts zu tun. Wer aber aus aktuellem Anlass häufiger ein Fußballspiel in die Konsole einlegt, wer als Abwechslung zum aktuellen FIFA auch ISS 64 schon herausgekramt und bis zur Erschöpfung gespielt hat, wer also auf der Suche nach etwas ganz anderem ist, ohne sich aber von Nationalmannschaften ab- und gleich Mario zuwenden zu wollen: virtuaDemjenigen sei Segas Virtua Striker 3 ans Herz gelegt – der letzte von gerade einmal zwei Heimkonsolen-Ports eines traditionsreichen Fußballspiel-Franchises, an das wohl nur die Wenigstens schon einmal Hand angelegt haben.

Der GameCube-Port des 2001er Arcade-Games beschränkt sich ganz auf Nationalteams, unter denen sich zwar auch Exoten wie die Fiji-Inseln finden, Griechenland oder Ungarn aber fehlen. Der Nachstellung realer internationaler Wettbewerbe setzt das leider Grenzen. Lizensiert sind lediglich die Spieler der japanischen Mannschaft, allerdings bietet Virtua Striker 3 einen umfassenden Editor zur Erstellung eigener Spieler und Teams, wie es abseits des Platzes ohnehin eine beachtliche Menge an Optionen und Spielmodi vorweisen kann. Damit habt ihr die Möglichkeit, kleine und große Wettbewerbe nach eigenen Vorstellungen zu konfigurieren – mit bis zu 32 Mannschaften und ebenso vielen menschlichen Mitspielern, und einschließlich der Möglichkeit zwischenzuspeichern und das Turnier zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Hinzu kommt ein Modus mit dem Namen Qualifikation Internationaler Pokal: ein relativ komplexer Managermodus, der mir in Relation zu den Limitierungen des Kern-Gameplays zwar vollkommen überdimensioniert erscheint, aber allemal zum einen oder anderen Match motivieren kann. Was während der EM-Saison wirklich zählt, ist aber wohl das Gameplay, und das gestaltet sich, wie oben angedeutet, nicht ganz unproblematisch. Weiterlesen →

Lesenswert: Namco, TimeSplitters, Tomonobu Itagaki, Spielrezeption

Diesen Donnerstag: Vergessenes Namco, Erinnerungen an TimeSplitters, Itagakis Arroganz, und die Frage nach der Rezeption von Spiel.

We Need to Talk About Namco
(chi-scroller.com, Chris Hodges)

[…] But there’s one publisher whose fade from glory has seemed to be much quieter and gone mostly unnoticed and not sympathized with, and that’s Namco. I tend to lean toward the PlayStation being my all-time favorite console, and one of the biggest reasons for that is Namco’s presence on the system. The Japanese gaming giant was never more prolific on any one console than it was on the PS1, and only their arcade output rivals what they contributed to the legacy of Sony’s first console. Namco had always been one of the most important and successful arcade game makers of all time, but they were absolutely on fire in the 90s, rivaled only by Sega in their dominance of the arcade scene. Arcades in the mid-to-late 90s were dominated by TekkenRidge RacerTime Crisis, and Soulcalibur. […]

Zwischen Genie und Wahnsinn
(xeperium.wordpress.com, Nocthurn)

[…] Heute möchte ich einmal über eine Spielereihe sprechen, welche selbst unter meinen Favoriten einen der höchsten Plätze einnimmt. Obwohl ich eigentlich kein großer Shooterfan bin, handelt es sich dabei tatsächlich um einen solchen. Gemeint ist TimeSplitters, genauer gesagt der zweite und der dritte Teil der durchgeknallten Odyssee durch Raum und Zeit vom einstigen Entwickler Free Radical Design. […] Wollte ich die Reihe in Kurzform zusammenfassen, dann käme dabei in etwa heraus: Ein fliegender Schneemann mit Lenkraketenwerfer enthauptet in einer Disko einen ziegelsteinwerfenden Zombie. […] Weiterlesen →