Autorenarchiv: gamesphilosophen

Lukás Babik – Eine Kurzgeschichte aus Deus Ex: Mankind Divided

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Spielzeit – 1:03h
2029. Der stark augmentierte Adam Jensen befindet sich in einem Zug auf dem Weg nach Prag. Seine Augen sind geschlossen und er scheint zu schlafen. Seit dem „Optizwischenfall“ von 2027, bei welchem viele augmentierte Menschen ihre Kontrolle über ihre Prothesen verloren und dabei Unbeteiligte verletzten oder gar töteten, arbeitet Adam bei der Taskforce 29, einer Antiterroreinheit, die von Interpol unterstützt wird. Vor seiner Reise nach Prag galt es, einen illegalen Waffendeal zwischen dem Schmugglerkartell Jinn und einem Schwarzmarkthändler zu verhindern. Doch das Vorhaben lief aus dem Ruder. Eine vierte Partei mischte sich ein und stahl die illegalen Waffen. Die Mission war gescheitert und Adam hatte versagt.
Der Zug hält und es zeichnet sich ein düsteres Bild von Prag ab. Menschenmassen bilden eine laute und bedrückende Soundkulisse, die zeitweise von grellen Durchsagen des Zugpersonals unterbrochen wird. Dreckig, grau und kalt ist die Farbpalette. Aufdringliche, neonfarbene Werbetafeln und Monitore bilden einen harten Kontrast zu den ansonsten so überwiegend betongrauen Wänden und Böden des Bahnhofs. Zu der ohnehin schon unangenehmen Atmosphäre kommen die zahlreichen uniformierten und teils gepanzerten Polizisten hinzu, die das Gefühl einer ständigen Überwachung vermitteln.

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Jensen verlässt den Zug und trifft auf Alejandra „Alex“ Vega. Alex, geboren 1994, ist eine hübsche Frau mit einem bräunlichen Teint, gold-braun gestreiften Haaren, dunklen Augen und ebenfalls augmentiert. Sie arbeitet für eine Hackergruppe, genannt das Juggernaut Kollektiv. Diese Gruppierung, zu der mittlerweile auch Jensen gehört, versucht die Regierung und all ihre zugehörigen Organisationen aus dem Untergrund zu überwachen. Alex gibt Adam zu verstehen, dass sie es eilig hat und auf keinen Fall auffallen will. Weiterlesen →

Feature: Spielepodcasts für Einsteiger

„Was hörst du denn immer?“

Kopfhörer sind seit Jahren Begleiter meines Alltags. Beim Aufräumen der Wohnung, Autofahren oder anderen stupiden Arbeiten, die nicht allzu viel Aumerksamkeit benötigen, höre ich. Keine Musik! Ich höre mir Gespräche an. Diskussionen über Games, Fachgespräche unter Fachleuten oder einfache Reviews in Audioform. Kurz gesagt: Spiele-Podcasts.

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Wie viele andere habe auch ich immer seltener Zeit, mich über und rund um mein Hobby zu informieren. Oft bleibt nicht viel Zeit, um sich intensiv mit einem größeren Text zu beschäftigen, und nicht immer ist man in der Lage sich auf dem Laufenden zu halten. Podcast bieten hier eine gute Alternative. Weiterlesen →

GASTSPIELER: Heimatverbundenheit in einer virtuellen Spielwelt

Ein Gastbeitrag von Daniel Minner
Mehr zum GASTSPIELER Special erfahrt ihr hier.

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Die Kopfgeldjagd ist vorbei. Nach zwei Stunden Arbeit, einem vollen Frachtraum und 42 % Schaden an der Außenhülle, geht es endlich wieder nach Choricca. Genauer gesagt zum Mendeleev Gateway, einer Raumstation, welche viele Vorteile bietet. Zunächst die gute Beziehung zu dem Sternensystem, welche ich mir erarbeitet habe, die damit entstandenen Handelsrouten mit guter Bezahlung und kurzen Wegen, den hohen Sicherheitsstandards, ein paar guten Werften und zu guter Letzt natürlich den grandiosen Ausblick auf die zwei erdähnlichen Planeten, wenn man den Mendeleev Gateway verlässt.

Wo du weg willst wenn du älter wirst und zurück willst wenn du alt bist,
das ist „Heimat“…

400 Milliarden Sternensysteme gibt es in der Weltraumflugsimulation Elite Dangerous. Zwar besitzt nicht jedes System eine Raumstation, welche angeflogen werden kann, jedoch sind es mehr als genug um alle in einem Menschenleben zu besuchen. Wer zum ersten Mal in dieses Spiel eintaucht, der merkt schnell, dass es in erster Linie darum geht, lukrativ an Credits zu kommen. Also macht man sich auf die Suche nach Ruhm, Reichtum und einem größeren Schiff, auf, in eine schier unendliche Galaxis voller Gefahren und Abenteuer. Ob beim Handeln, Erkunden oder eben als Kopfgeldjäger. Die Möglichkeiten sind groß. Nachdem ich circa 120 Spielstunden in unserer Milchstraße verbracht hatte, kam in mir ein Gefühl auf, etwas zu vermissen. Ein Ort an dem ich nach einem langen Tag voller „Arbeit“ gerne zurück kehre, ein Ort an dem ich nichts fürchten muss und ein Ort für den ich einstehe und um den es sich zu kämpfen lohnt. Eine Heimat. Dieser Gedanke bewegte mich zu diesem Text. Weiterlesen →