Folge 13: Der April 2017

Puh! Nachdem dem März 2017 derart vollgepackt war, dass ich unseren letzten Monatsrückblick auf zwei Teile aufteilen musste, ist der April 2017 angenehm überschaubar. Gerade einmal sechs neue Beiträge sind in diesem Monat erschienen, nachdem es im Vormonat noch sechzehn waren. Das lag natürlich daran, dass diesmal kein großer Konsolen-Geburtstag zu feiern war (während wir den nächsten solchen Geburtstag allerdings schon vorbereiteten). Und noch ein weiteres Vorhaben erforderte meine Zeit und Aufmerksamkeit – aber dazu gleich mehr.

Der Monat startete am 06. April mit einer neuen Ausgabe von Lesenswert, einschließlich Hörenswert. Es folgten zwei weitere Ausgaben am 13. und am 20. April. Eine Ausgabe am 27. April musste ausfallen, aus gerade schon angedeuteten Gründen. Sämtliche Leseempfehlungen habe ich für dieses Backtracking noch einmal durchgesehen und kaputte Links so weit wie möglich repariert; ihr kennt das ja inzwischen.


Der erste „richtige“ Beitrag des Monats datiert auf den 07. April und war meine erste Kritik seit Oktober 2016. Daran merkt man, dass ich in den Monaten zuvor mit dem GASTSPIELER-Event alle Hände voll zu tun hatte.

Ich erinnere mich nicht mehr, was genau mich dazu brachte, im Frühjahr 2017 Smuggler’s Run: Warzones (2002) noch einmal durchzuspielen, aber genau das tat ich. Und ich freute mich, Boni freizuschalten, die ich eineinhalb Jahrzehnte früher, als das Spiel neu war, noch nicht freigeschaltet hatte.

Ich schätze, ich werde mit zunehmendem Alter einfach geduldiger und hartnäckiger. Und das Internet immer informativer. In jedem Fall mag ich das Spiel sehr, das in meinen Augen einen Klassikerstatus und eine größere Bekanntheit verdient hätte, und schrieb deshalb die Kritik dazu. Kürzlich war das Spiel übrigens noch einmal Thema, als Beispiel für Spiele, die infolge der Terroranschläge des 11. September 2001 Änderungen erfuhren.


Den nächsten Beitrag im April 2017 möchte ich euch ganz besonders ans Herz legen. Er stammt von meinem Kollegen Daniel und trägt den schönen Titel: „Die Faszination an der Kooperation“. Wenig überraschend geht es darin um Koop-Spiele, für die Daniel eine besondere Vorliebe hatte. Overcooked, Payday 2 und so weiter. Unter anderem geht Daniel der Frage nach, was einen guten Koop-Modus ausmacht, und warum manche von uns lieber kooperativ statt kompetitiv spielen.

Der Beitrag startete überdurchschnittlich erfolgreich, womit Daniel bewies, dass er in seiner Funktion als SPIELKRITIK-Autor kein One-Hit-Wonder war (nachdem er nicht lange vorher mit „Spielepodcasts für Einsteiger“ den bis dahin meistgelesenen Artikel für unsere Seite geschrieben hatte). Neben einer stattlichen Zahl von Seitenaufrufen regnete es auch eine Fülle von (meist sehr umfangreichen) Kommentaren, die ebenfalls einen Blick wert sind.

Daniel ist hier einfach ein schöner, schön positiver Artikel gelungen, bei dem eigentlich nur zu bedauern ist, dass seinen Aufrufzahlen ziemlich bald die Puste ausging. In den letzten vier Jahren fand er leider kaum noch neue Leser. Ein zweiter Frühling wäre ihm deshalb zu wünschen. Oder eine Fortsetzung? Schließlich haben Spiele wie A Way Out und It Takes Two das Genre in den letzten Jahren neu belebt.


Danach war es für 17 Tage still bei uns (von den schon erwähnten Leseempfehlungen einmal abgesehen). Was geschah in dieser Zeit? Nun, ich unterhielt mich… Über Zelda: Breath of the Wild. Mit Viki, Sascha und Patrick. Das Ergebnis war der erste SPIELKRITIK-Slowtalk, ein schriftliches Gesprächsformat, das ich später auch als „Podcast zum Lesen“ beschrieb.

Bei der Premiere fasste ich das Konzept wie folgt zusammen:

Das neue Diskussionsformat auf SPIELKRITIK.com – der Spielkritik „slowtalk“: Vier Leute unterhalten sich über ein Thema – mindestens eine ganze Woche lang.

Ein Gespräch, das Zeit lässt – zum Recherchieren, Nachdenken und Formulieren. Die Hoffnung dabei ist, die Dynamik und Perspektivenvielfalt einer moderierten Diskussion mit der inhaltlichen Tiefe, der Genauigkeit und dem sprachlichen Niveau eines sorgsam formulierten Artikels zu verbinden.

Ist uns das gelungen? Macht euch gerne selbst ein Bild. Ich bin befangen, aber ich denke, unser Gespräch ist auch heute noch einen Blick wert. Mit fünf Jahren Abstand kann man nämlich ruhig noch einmal fragen: „Markierte Breath of the Wild denn nun Nintendos Rückkehr in den AAA-Markt?“ Ich behaupte: Nein. Mit Ausnahme von Super Mario Odyssey kam danach nicht viel, auf das das AAA-Etikett uneingeschränkt passen würde. Oder welche Spiele würden eurer Meinung nach darunter fallen? Metroid Prime 4 ist ein einziges Fragezeichen und Breath of the Wild 2 lässt mehr als fünf Jahre nach unserer Unterhaltung noch immer auf sich warten.

Ein paar Worte zu den Gästen noch: Sascha Kretzschmar und Patrick Pohsberg waren einige Monate zuvor bereits bei GASTSPIELER dabei. Viki Hellmann war neu in der Runde und würde ihrerseits bei der zweiten Staffel von GASTSPIELER mit einem eigenen Artikel vertreten sein (aber dazu im Oktober mehr).


Da unsere Unterhaltung ziemlich umfangreich wurde (ein Problem, das uns auch durch spätere Ausgaben des Slowtalk begleitete), teilten wir das Gespräch auf zwei Teile auf. Der zweite Teil erschien im Mai; allerdings glaube ich nicht, dass ich dann noch sehr viel dazu sagen werde – oder kann: Denn der Mai ist vollgepackt mit Beiträgen. Aber dazu mehr im… Mai. Kommt gut rein, und bis dahin.

Einen chronologischen Überblick über die Veröffentlichungen des April 2017 findet ihr in unserem Monatsarchiv. [sk]