Inhaltsverzeichnis:

#500 bis #451
#450 bis #401 
#400 bis #351
#350 bis #301
#300 bis #251
#250 bis #201
#200 bis #151
#150 bis #101
#100 bis #51 (aktuelle Seite)
#50 bis #1

100. Destiny (2014)

Wäre Destiny keine endlose Loot-Spirale, könnte es eines meiner liebsten Spiele aller Zeiten sein. Vor Doom (2016) dürfte Destiny einer der dynamischsten modernen Shooter gewesen sein. Dazu die gewohnte Bungie-Politur mit makellosem Gunplay und wunderschönen Kulissen. Wie in einer Sci-Fi-Novelle der 1950er wuchert auf der Venus ein Dschungel – genau meine Art von Weltraumeskapismus.

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99. Gravity Rush 2 (2017)

Bunter, größer, fluffiger als der erste. Auch hier glänzt die vielleicht coolste Fortbewegungsart des vergangenen Jahrzehnts und trägt, zusammen mit dem Charme und der einzigartigen Architektur, ein formelhaftes Open World-Abenteuerin luftige Höhen.

98. Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia (2017)

Shadows of Valentia ist einer der absolut besten Fire Emblem-Ableger. Vielleicht liegt es an den NES-Wurzeln des Remakes, dass die Dialoge seit langem wieder ganz ohne Fremdscham daherkamen. Die Kämpfe mögen zuweilen nicht perfekt ausbalanciert sein, doch im Austausch serviert Shadows of Valentia viel Frisches – ironischerweise aus den frühen 90ern. Diesmal sogar komplett ohne Dating-Simulation und stattdessen mit einer genuin charmanten Liebesgeschichte.

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97. Shovel Knight (2014)

Über die letzten fünf Jahre bekam Shovel Knight den Ruf eines Goldstandards für Indie-2D-Platformer und einer Blaupause für Indie-2D-Pixelart. Da könnte man nun meinen, Shovel Knight sei überbewertet; aber nein – es ist schon ziemlich akkurat.

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96. Uncharted 4: A Thief’s End (2016)

Das einzige Uncharted, das mich wirklich umhaute. Wieder einmal nicht wegen des Gameplays, aber in der Art und Weise wie es seine typische Sony-AAA-Cinematic-Experience-Geschichte inszeniert und erzählt. Uncharted 4 hat die vielleicht beeindruckendsten Abenteuerfilm-Setpieces, die ich in einem Spiel je gesehen hab.

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95. Kirby: Planet Robobot (2016)

DAS beste Kirby-Spiel. Dieser Höhepunkt der Reihe geschah ohne großes Aufsehen. Doch Planet Robobot versüßt die klassische Kirby-Formel mit genau dem richtigen Grad zusätzlicher Action und Puzzles. Der Mech, der in seiner Ankündigung wie ein Gimmick wirkte, passt überraschend gut ins Gesamtbild und macht diese Neuerungen erst möglich.

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94. ECHO (2017)

Dieses surreale Space-Horror-Spiel ging zu Unrecht völlig unter. Selten habe ich ein Spiel erlebt, das in seiner Anmutung so wirr und gleichzeitig so sauber war. ECHO ist unerklärlich schön und schaurig. So müssen die Dichter der Romantik sich gefühlt haben, wenn sie von Naturphänomenen überwältigt wurden.

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93. Portal 2 (2011)

Spannendere Puzzles und eine größere Story als im Vorgänger. Trotz gesteigerter Länge leidet das Pacing im Vergleich nur marginal. Der beeindruckende Koop-Modus ist die Kür. Ein rundum grandioser Nachfolger.

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92. Dragon Quest Builders (2016)

Der Satz “Minecraft, aber mit Missionsdesign“ wird Dragon Quest Builders gleichzeitig gerecht und überhaupt gar nicht gerecht. Dragon Quest Builders bietet Kreativarmen der digitalen bildenden Kunst wie mir die Möglichkeit, kreative Mechaniken vor praktischem Hintergrund einzusetzen. Dadurch entstehen komplett einzigartige und absurde Lösungsansätze für Herausforderungen in Open World-RPGs dieser Art.

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91. Void Bastards (2019)

Endlich erobern Roguelikes souverän die dritte Dimension. Die grundlegende Schleife dieses intergalaktischen Raubüberfall-Shooters ist so motivierend und dauerhaft aufregend, dass ich selbst im Hochsommer Stunden am Stück von Raumschiff zu Raumschiff kaperte. Britischer Humor und ein absolut wunderbarer Cel-Shading-Stil runden das Gesamtpaket ab.

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90. Infamous: Second Son / First Light (2014)

Meine liebsten Open World-Spiele nutzen komplexe Mechaniken für Bewegung und Kampf. Infamous: Second Son erreicht einen ählichen Flow mit Daueraction und Multitasking wie Doom (2016) oder japanische Character Action Games. Eines der wenigen Spiele, in denen ich den Arenamodus mit stupiden Gegnerwellen liebe.

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89. SteamWorld Dig (2013)

Damals „kurz reingespielt“ und sofort in einem Stück verschlungen. Die Progressionsspirale aus Abstieg in die Tiefe und Rückkehr an die Oberfläche mit zunehmendem Ausbau des Fähigkeitsportfolios ist so fesselnd wie nur wenige Spiele auf dieser Liste. Das strikt vertikale Leveldesign des ersten SteamWorld Dig verleiht dem Erstling ein faszinierendes Gefühl von Beklemmung.

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88. Into the Breach (2018)

Ich spiele zwar kein Schach, aber ich stelle mir Schach ähnlich elegant und ausgewogen vor wie die Rundenstrategie von Into the Breach. Hier greift wirklich alles ineinander. Die kleinen Maps, kurzen Runden und einstelligen Zahlenwerte machen das Spiel einfach zu begreifen. Gleichzeitig bietet der Zwang zur ständigen Improvisation endlosen Raum zum Optimieren der eigenen Taktik. Leider hat das Roguelike-Prinzip mich davon abgehalten, Into the Breach in all seinen Zügen zu genießen.

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87. Thumper (2016)

Thumper implementiert komplexe Rhythmen auf eleganteste Weise in einen Adrenalinrausch mit Tunnelblick. Es entfernt sich in seinem Spielgefühl so weit vom bloßen Knöpfchendrücken zu Viervierteltakten, dass die visionäre Natur der immersiven Erfahrung schwer zu bestreiten ist.

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86. Doom (2016)

Bis Doom (2016) wusste ich nicht, wie aufregend First Person Shooter sein können. Mit nahezu makelloser Action, die nur durch den direkten Nachfolger übertroffen wird, trägt Doom (2016) mühelos das durchschnittliche Leveldesign und die mangelnde Abwechslung.

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85. Guacamelee (2013)

Trotz seiner Stellung als einer der früheren Indie-Metroidvania-Hits bewahrt Guacamelee bis heute eine starke eigene Identität. Der Mix aus flexiblem Kampf mit Wrestling-Angriffen und eingestreutem Präzisionsplatforming beugt jeglicher Langeweile vor.

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84. Picross S (2017)

Picross ist das vielleicht beste Spiel der Welt, das nur aus Strichen und Zahlen besteht. Die digitale Form ist besser als die analoge, weil sie viele wichtige Komfortfunktionen bietet, ohne das Grundprinzip zu verwässern. Ich habe dieses Jahrzehnt mehr Stunden in Picross gesteckt als in so manches RPG. Vielleicht wäre Picross S noch höher, wäre es nicht „nur“ derselbe geile Scheiß, den Nintendo seit den 90ern immer wieder veröffentlicht. Dass ich fast 15 Jahre später immer noch ab und an den DS-Ableger Picross DS spiele, schmälert also auch ein wenig meine Wertschätzung für Picross S auf der Switch.

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83. Journey (2012)

Als ästhetische Erfahrung erhaben, aber für mich als Gesamtpaket zu eindimensional, um eine noch höhere Einstufung zu rechtfertigen. Journey gilt vielleicht zurecht als Meisterwerk, profitierte im Jahr 2012 aber auch von seiner Position als Pionier.

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82. Florence (2018)

In seinen gerade mal 30 Minuten erzählt Florence die rührende Geschichte eines jungen Liebespaares. Florence kommt komplett ohne Worte aus und bedient sich stattdessen cleverer expressiver Spielmechaniken. Die Geschichte ist so alltäglich, dass es schwerfällt, sich nicht in ihr wiederzufinden.

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81. Eliza (2019)

Eliza bietet für eine Visual Novel etwas wenig Flexibilität und Entscheidungsfreiheit, doch gleicht es dies mit einer ungemein interessanten und zeitgeistig relevanten Zukunftsvision aus. Eliza inszeniert einen spannenden Konflikt um eine automatisierte Mental Health-App. Hübsch gezeichnet, gut vertont und hervorragend geschrieben ist Eliza eines der narrativen Highlights des Jahres.

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80. Tearaway (2013)

Tearaway ist das Resultat dessen, was passiert, wenn Media Molecule ihre geballte Kreativität in ein eigenes Spiel statt in einen Level Editor stopfen. Bis heute ist das Hindurchstecken der eigenen Finger in die Spielwelt durch das Rücktouchpad der PS Vita einzigartig. Diese und viele andere Ideen machen Tearaway zu einer taktilen Erfahrung, die kein anderes Spiel ohne VR bietet – auch nicht der spätere PS4-Port Tearaway Unfolded.

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79. Wolfenstein II: The New Colossus (2017)

Meine Erwartungshaltung an Wolfenstein II war eine, die ich normalerweise an einen „Walking Simulator“ gehabt hätte. Ich habe in erster Linie auf eine grandiose Geschichte gehofft und genau das bekommen, was ich wollte. Die politische Satire während der ruhigen Spielabschnitte und die subversive Charakterisierung des Action-Helden B.J. Blazkowicz gelangen dem Entwicklerteam diesmal noch besser als zuvor.

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78. SteamWorld Dig 2 (2017)

Wie schon der Vorgänger wartet auch SteamWorld Dig 2 mit einer nahezu makellosen Gameplayschleife auf. Ist das Spiel einmal begonnen, fällt es schwer, es zur Seite zu legen, bis man den letzten Edelstein in den Tiefen der Minen gesammelt hat. Rein mechanisch erweitert SteamWorld Dig 2 das Handlungsrepertoire der neuen Protagonistin auf sinnvolle Weise. Durch seinen Fokus auf horizontales Weltdesign ist SteamWorld Dig 2 weniger beklemmend als der vertikal strukturierte Erstling – ein zweischneidiges Schwert, das beiden Spielen eine eigene Identität verschafft.

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77. Nex Machina (2017)

Die Menschen, die den Fuß dieser langen Liste gelesen haben, werden wissen: Twin-Stick-Shooter nerven mich. Es sei denn, sie sind so göttlich umgesetzt wie Nex Machina. Selbst Hideki Kamiya hätte keinen besseren Twin-Stick-Shooter basteln können, der sogar auf hohen Schwierigkeitsgraden so elegant fordernd und befriedigend zugleich bleibt.

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76. Rocket League (2015)

Rocket League ist eines dieser Spiele, die sich nahezu komplett über ihren einzigartigen Ansatz verkaufen. Fußball mit Autos – es stellt ein erprobtes Spielkonzept auf den Kopf und verleiht ihm dadurch neuen Biss. Durch die fixen Positionen der einzelnen Spieler*innen und das hohe Maß an Kontrolle ist Rocket League vielleicht eine authentischere Fußballsimulation als eine Standardpartie FIFA.

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75. Hatsune Miku: Project Diva f (2012)

Ich möchte nicht zugeben, wie lange ich dieses Musikspiel nachts auf meiner PS Vita gespielt habe. Es ist stupides Knöpfchendrücken, absolute Standardkost. Aber die Musik hat solch eine Energie, dass ich über Wochen regelmäßig zurückgekehrt bin. Selbst die rudimentärsten Musikspiele helfen dabei, tiefer in die Musik zu versinken. Eine der irrationaleren Platzierungen auf dieser Liste, doch Project Diva f liegt mir einfach am Herzen.

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74. Hotline Miami (2012)

Hotline Miami ist solch ein fokussierter Adrenalinkick mit tighter Ästhetik, dass es mir schwerfällt, Dinge zu loben, die noch nicht durchgekaut sind. Ein Spiel wie ein Ritt auf einer neonfarbenen Rakete. Alberner Splatter und VHS-Filter sind in Hotline Miami noch cool.

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73. Mafia II (2010)

Das einzige, das Mafia II zu einem noch besseren Mafia-Drama machen würde, wäre ein Verzicht auf ständiges Geballer. Nicht nur sind die Third Person Shooter-Einlagen spielerisch durchwachsen. Sie lenken ab von den wahren Highlights des Spiels: Der Atmosphäre des Settings und der ursprünglich so bodenständigen Verfolgung des amerikanischen Traums, die später grandios aus den Fugen gerät.

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72. Hollow Knight (2017)

Von allen Metroidvanias dieses Jahrzehnts ist Hollow Knight das vielleicht wegweisendste. Es trifft die perfekte Mitte zwischen Castlevania- und Dark Souls-Einflüssen, garniert das Ganze aber mit so viel eigenem Charme, dass es stolz neben den Vorbildern stehen kann. Lediglich die häufigen Suchen nach den Nadeln im weitläufigen Heuschuppen wurden mir stellenweise zu anstrengend. Eine derart ausufernde 2D-Welt, die ohne Karte rein dimensionsbedingt einen geringeren Wiedererkennungswert hat als eine 3D-Welt, hat eben auch ihre Nachteile.

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71. Drawful 2 (2016)

Dieser digitale Abklatsch von Montagsmaler weiß – noch mehr als andere Jackbox-Spiele – über Abende hinweg zu unterhalten. Eine große Stärke ist die enorme Zugänglichkeit. Hätte Drawful 2 deutsche Malbegriffe, könnte ich es sogar mit meiner Oma spielen.

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70. Fire Emblem: Three Houses (2019)

Mein Erstkontakt mit Three Houses, bzw. das erste Drittel des Spiels, hätte für mich holpriger kaum sein können. Heute bin ich mir nicht sicher, ob mein schlechter Eindruck verschrobenen Erwartungen verschuldet war. In der zweiten Spielhälfte wird Three Houses zum besten Taktik-RPG, das ich seit sehr langer Zeit gespielt habe. Dutzende Stunden gottgleichen Gamedesigns. Sogar Story, Charaktere sowie der seltsame Schulanhang waren rückblickend überaus brauchbar.

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69. Splatoon 2 (2017)

Splatoon 2 macht praktisch alles besser als der ohnehin schon tolle erste Teil. Abseits der großartigen PvP-Modi begeisterte es mich ausgerechnet mit seinem PvE-Modus. Ich dachte vor Release, der Salmon Run sei Nintendos Versuch, Trends im Shooter-Genre hinterherzurennen. Am Ende war es aber genau dieser Horde-Modus, mit dem ich in Splatoon 2 am meisten Spaß hatte.

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68. The Last of Us (2013)

Mir gefällt an The Last of Us genau das, was Millionen anderer Menschen auch an The Last of Us gefällt. Noch dazu finde ich, es wird zu häufig zu Unrecht als „Movie Game“ abgestempelt. Es ist kein Resident Evil 4, aber The Last of Us hat Tonnen mehr stabiles spielerisches Holz vor der Hütte als z.B. ein David Cage-Spiel.

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67. Mini Metro (2015)

Jetzt mal ganz abgesehen vom praktisch makellos minimalistischen Gamedesign: Mini Metro brachte mir ein logistisches Problem näher, über das ich mich im Alltag fast täglich aufrege – allerdings nur oberflächlich, wie ich feststellte. Jede deutsche Bimmelbahn ist pünktlicher als meine Mini Metro. Mein Respekt vor der Deutschen Bahn wuchs dank Mini Metro also zumindest ein wenig.

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66. Firewatch (2016)

Mit seinen circa vier Stunden ist Firewatch die ideale narrative Erfahrung mit filmähnlichem Fix, die aber dennoch die erzählerischen Kapazitäten des Mediums Film übertrifft – vor allem in Sachen Identifikation und Intimität.

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65. The Last Guardian (2016)

Der tierische Begleiter Trico spaltet die Gemüter. Einige empfinden seine authentisch-unberechenbare KI als frustrierend; für mich ging die Idee auf. Am Ende der Reise verspürte ich ein Gefühl von Freundschaft und Zusammenhalt zu diesem Knäuel digitaler Federn, das mir nicht minder im Gedächtnis bleib als vorherige Werke des Studios.

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64. Dark Souls III (2016)

Dark Souls III ist in vielerlei Hinsicht besser als das erste Dark Souls, wirkt zuweilen aber vorhersehbar und formelhaft. Die stärkere Betonung der Action und aufwendiger Bosskämpfe gefiel mir sehr. Leider schafft auch Dark Souls III es nicht, die Interkonnektivität der Welt des ersten Dark Souls einzufangen – das wahre Genie der Reihe.

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63. Hellblade: Senua’s Sacrifice (2017)

Im Diskurs um Hellblade geht es meist um die souveräne und authentische Darstellung psychischer Krankheiten. Aber auch als isolierte Spielerfahrung hat Hellblade mir äußerst gut gefallen. Es spielt auf intensive und rücksichtslose Weise mit meinen Emotionen. Der ständige Dopaminrausch anderer Spiele hat mich so sehr abgestumpft, dass Hellblades kathartische Faszination umso fesselnder wirkte.

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62. Mass Effect 3 (2012)

Bis auf wenige Momente ein würdiger Abschluss einer monumentalen Trilogie. Aufgesetzte Bosskämpfe gegen einen Cyber-Ninja sowie die angeflanschte Multiplayer-Relevanz für den Ausgang der Handlung verwässern sagenhafte Momente, die meine Emotionen bis heute in Wallung versetzen. Und nein, das Ende war für mich kein allzu großes Ärgernis.

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61. Donkey Kong Country Returns (2010)

Ein Meisterwerk des 2D-Platforming, da gibt es nicht viel zu diskutieren. In seiner ersten Iteration wirkt das DKC-Reboot aber noch etwas identitätslos – quasi das New Super Mario Bros-Syndrom. Außerdem: Wer auf die Idee kam, einen der zentralen Moves des Spiels aufs Schütteln des Controllers zu legen, gehört auf ewig mit einer Wiimote im Gummikondom verprügelt. Das Rollen per Handbewegung ist nicht nur anstrengend; der inhärente Lag der Bewegungssteuerung kompromittiert spürbar das Spielgefühl.

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60. The Witcher III: Wild Hunt (2015)

Ein Spiel wie ein richtig geiles dickes Fantasy-Buch. Wie für richtig geile dicke Fantasy-Bücher brauchte ich auch für The Witcher III mehrere Anläufe – drei an der Zahl, bis ich es zum Ende durchzog. Fantastisch geschriebene Quests, doch das Gameplay erschien mir von Anfang bis Ende als kleiner Störfaktor. Micromanagement diverser Crafting-Items und Ausrüstungsgegenstände ist nicht das, für das ich persönlich angetreten bin.

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59. Picross 3D Round 2 (2015)

An und für sich ist Picross in 2D besser als Picross in 3D. Zwei große Einwände: Picross in 3D fühlt sich viel mehr an als würde es auf eine Spielkonsole gehören und als ließe es sich nie auf Papier umsetzen. Außerdem: Wer hat sich Picross 3D überhaupt ausgedacht? Das ist absoluter Galaxy Brain Shit! Idee UND glamouröse Umsetzung müssen echtes Genie erfordert haben.

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58. The Banner Saga (2014)

Ein knallhartes Visual Novel-Strategie-RPG, das mich kalt schwitzend in seinen Bann zog und das ich nie wieder anfassen möchte. Ich rechne The Banner Saga diese Welle starker Gefühle, mit der es mich gezielt übergoss, hoch an.

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57. A Short Hike (2019)

Ein so wunderschönes, herzerwärmendes Schmankerl wie A Short Hike findet man nicht alle Tage. Es überträgt die besten Eigenschaften eines Animal Crossing in ein Gerüst, das in etwa einer Stunde erfüllender Spielzeit genießbar ist. Zudem verbergen sich hinter der unscheinbaren Fassade wunderbar geschriebene Zeilen. Federleicht und doch berührend. Wenn der Sommeranfang ein Spiel wäre, so wäre er A Short Hike.

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56. Persona Q: Shadow of the Labyrinth (2014)

Das Etrian Odyssey-Konzept des Dungeon Crawling mit selbstgezeichneter Karte gefiel mir immer gut, doch fehlte mir der gewisse ästhetische und narrative Kniff. Die Kreuzung mit der Persona-Reihe erfüllt in diesem Spinoff all meine Bedürfnisse. Stilvoll und motivierend, auch für mehr als 80 Stunden. Das Battle Theme beschert mir bis heute wohligste Ohrwürmer.

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55. Red Dead Redemption (2010)

Man vergisst leicht, wie reduziert und kompakt das erste Red Dead Redemption im Vergleich zu seinem Nachfolger war. Sein Fokus verleiht Red Dead Redemption 1 sogar zu Zeiten des noch weitaus beeindruckenderen Nachfolgers eine einzigartige Note.

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54. Undertale (2015)

Ein visionäres RPG japanischen Stils, dessen Mut und Ästhetik bis heute Wellen schlägt. Wenigen Spielen gelingt es, Konflikte ohne Gewalt so dynamisch darzustellen. Die erste Reise durch Undertale war einzigartig unterhaltsam und voller Überraschungen. Auf zusätzlichen Durchgängen störte mich ein wenig die Eindimensionalität des Kampfsystems, nachdem ich die Dialogoptionen einmal durchschaut hatte.

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53. Rayman Legends (2013)

Die Pizza Margherita unter den 2D-Platformern. Rayman Legends kombiniert moderate, aber stets ansprechende Herausforderung mit einem absoluten Minimum an Frust. Der Verlust fast jeglicher Reibung (bis in die sehr späten Extralevel) führt zu einem Hochgenuss ohne signifikante Höhen und Tiefen. Als Ausgleich für diese unbeschwerte Reise stopft Rayman Legends Sammelobjekte in jede Ecke. Ein wunderschönes Spiel voller befriedigender Geschmacksverstärker, die funktionieren.

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52. Astro Bot: Rescue Mission (2018)

Wie Astro Bot das 3D-Platformer-Genre in VR überträgt, ist wahrlich revolutionär. Jeder einzelne Level löst Wow-Momente im Minutentakt aus. Das reicht, um Astro Bot zu einem der herausragendsten Spiele des Jahrzehnts zu machen. Es mangelt Astro Bot aber an Finesse im Leveldesign sowie einer einprägsamen eigenen Identität. Beides ist in Astro Bot vorhanden – allerdings kilometerweit von der Perfektion der Genrekonkurrenz. Außerdem: Werden wir noch über Astro Bot reden, wenn die 2020er VR-Innovation weiter vorangetrieben haben?

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51. L.A. Noire (2011)

Am oberen Ende dieser Liste wird die Schere zwischen erzählerischer Brillanz und spielerischer Monotonie nie mehr so sehr auseinandergehen wie bei L.A. Noire. Die Handlung über einen ambitionierten Detektiv, der seine Traumata aus dem zweiten Weltkrieg verarbeitet, ist erstklassig. Ich liebe es, ein paar Minuten durchs Los Angeles der Nachkriegszeit zu fahren und die Atmosphäre oberflächlichen Glücks aufzusaugen. Abgesehen davon ist L.A. Noire einer der Titel, die als Film möglicherweise weniger Ballast hätten.

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