Inhaltsverzeichnis:

#500 bis #451
#450 bis #401 
#400 bis #351
#350 bis #301
#300 bis #251
#250 bis #201
#200 bis #151 (aktuelle Seite)
#150 bis #101
#100 bis #51
#50 bis #1

200. Hypnospace Outlaw (2019)

Spiele, die das Internet der Jahrtausendwende aufgreifen, lassen mich dankbar sein, diese Zeit digitaler Anarchie noch halbwegs miterlebt zu haben. Ich liebe jeden einzelnen der höchstindividuellen Blogs (so würde man sie heute nennen), auf denen Hypnospace Outlaw mich surfen lässt. Web-Auftritte wie der des Über-Edgelords Zane sind so unheimlich authentisch, dass ich häufig vergesse, ein fiktives Setting mit einem Internet für Schlafende zu spielen. Auch die eigentlichen Spielziele sind für mich eher Beiwerk, so organisch dieser Unterbau mit Aufgaben als Webmoderator integriert sein mag.

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199. Environmental Station Alpha (2015)

Retro-Optik schön und gut, aber irgendwann reicht es auch. Wie oft suchte ich in Environmental Station Alpha den Weg, weil ich schlicht nicht erkennen konnte, was auf dem Bildschirm geschieht? Umso ärgerlicher, weil dieses Spiel eines der rundesten Metroidvanias ist, die ich kenne. (Und ich kenne einige.) Extrem reduziert, fokussiert und herausfordernd fesselte es mich für Stunden in seiner atmosphärischen, wenn auch breiigen Welt.

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198. Final Fantasy XV (2016)

Final Fantasy XV bietet Abenteuerfeeling wie kein Final Fantasy seit IV. Gen Ende hetzt die (ohnehin zu wirre) Handlung, doch abgesehen davon ist FFXV ein wunderbarer Buddy-Trip mit einigen bahnbrechend opulenten Momenten.

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197. Batman: Arkham Knight (2015)

Oberflächlich nicht minder stark als vorherige Arkham-Spiele. Die Story ist noch einen Tick formelhafter und dreht sich rund um einen belanglosen Twist. Neue Mechaniken – allem voran das Batmobil – verwässern die ansonsten großartige Erfahrung.

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196. Inside (2016)

Ich schätze die Atmosphäre und vage nonverbale Erzählung von Inside. Jedoch bin ich während der zwei Stunden Spielzeit gleich dreimal eingeschlafen – an verschiedenen Abenden! Kein Wunder, so behäbig und belanglos wie der spielerische Anteil von Inside ist.

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195. Everybody’s Golf (2017)

Mit einem realistischen Golfspiel könntet ihr mich jagen. Everybody’s Golf hingegen bietet genau die Balance zwischen Arcade und Realität, die für kurzweiligen Spaß taugt.

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194. Scanner Sombre (2017)

Geht es noch atmosphärischer? Wer anhand des Bildes denkt, die Punktdarstellung des Scanners, sei eine Notlösung, irrt. Scanner Sombre ist eine so mitreißende Höhlenwanderung, dass reines Gehen mit minimaler Interaktion für zwei Stunden fesselt.

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193. Assassin’s Creed Odyssey (2018)

Assassin’s Creed Odyssey ist in vielerlei Hinsicht einer der Höhepunkte der Reihe. Das faszinierende antike Griechenland, das beste Kampfsystem der Reihe, eine ungeheuer charmante Protagonistin… Leider nutzt der eintönige Grind der Quest-Spirale sich lange vor Ende des Abenteuers ab. Die vielen ungewollten Sidequests bremsen die eigentlich interessante Hauptgeschichte.

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192. Yoshi’s Woolly World (2015)

Ein exzellenter 2D-Collectathon, wirklich! Aber MEINE GÜTE, gibt es hier wieder zentnerweise Müll zu sammeln! Ohne einen Eigenanspruch an Komplettierung ist Wooly World zu simpel; mit Drang zu 100% ist es zu nervig. Wenn man beim Respawn am letzten Checkpoint zumindest seinen Sammelkram behalten würde… das wäre schön.

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191. Halo 4 (2012)

In Halo 4 funktioniert der neue charakter-zentrische Erzählansatz rund um Master Chief und Cortana noch überraschend gut. Das offene Ende, das nie befriedigend aufgelöst wird, ruiniert das solide Gesamtbild. Spielerisch ist Halo 4 trotz Studiowechsel äußerst gelungen – allein und online.

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190. Metal Gear Rising: Revengeance (2013)

Typischer Platinum Games-Bombast mit Action-Exzellenz. Vielleicht stünde Metal Gear Rising höher auf dieser Liste, hätte die grau-braun-orange Matschästhetik mich nicht derart gesättigt. Letztendlich habe ich Metal Gear Rising (vielleicht deshalb) nicht einmal beendet und ich bereue es bis heute.

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189. Enter the Gungeon (2016)

Unter all den Twin-Stick-Shootern dieses Jahrzehnts ist Enter the Gungeon die Kulmination aller Qualitäten dieses Genres. Für ein Roguelike steht Enter the Gungeon arg hoch auf dieser Liste. Und ja, auch dieses Roguelike habe ich nie beenden können. (Wie machen Menschen das?)

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188. Gone Home (2013)

Gone Home wird im Diskurs um „Walking-Simulatoren“ häufig belächelt. Doch hat dieses charmante Adventure seinen ambivalenten Ruf schlicht nicht verdient. Das Durchstöbern eines gewöhnlichen Einfamilienhauses mag nicht jeden Geschmack treffen, doch ist es gerade dieses Gewöhnliche, das Gone Home seine erzählerische Wirkmacht verleiht. Als früher Genre-Vertreter hat Gone Home die Inszenierung eines Adventures dieser Art bereits erstaunlich authentisch und detailliert umgesetzt.

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187. Hatsune Miku: Project Diva f 2nd (2014)

Ein total banales Knöpfchendrück-Rhythmusspiel. Es könnte japanischer kaum sein. Der Soundtrack boppt hart, aber nicht annähernd so hart wie der des Vorgängers. Wie? Der Vorgänger!? Ja, der taucht sogar noch höher in dieser Liste auf. Ich möchte nicht zugeben, wie viel Zeit ich in diese Spiele gesteckt habe. (Eigentlich schäme ich mich für gar nichts – Hatsune Miku ist super!)

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186. Nioh (2017)

Nioh hebt die Unzugänglichkeit der Souls-Reihe auf ein ganz neues Level. Hunderte Kampfstile mit tausenden Waffen – teilweise für bestimmte Bosse erfordert – ließen mich leider zu schnell von diesem eigentlich superb designten Spiel abprallen.

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185. The Surge (2017)

Ich möchte The Surge nicht auf seine offensichtliche Inspiration reduzieren, aber es ist einfach zu frappierend. Immerhin ist The Surge (neben Nioh) die vielleicht erste und einzige ernstzunehmende Konkurrenz zur Souls-Reihe. Trotz des beachtlichen Fundaments aus adaptierten und tollen originalen Ideen ist der Erstling noch ein wenig unausgegoren. Besonders gegen Ende wirken die immergleichen Industrie- und Bürogebiete mit zunehmender Gegnerpopulation geradezu erdrückend – auf eine Weise, die sicher nicht intendiert war.

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184. Guacamelee! 2 (2018)

Guacamelee 2 hat einige Startschwierigkeiten, macht danach aber genau dasselbe wie der großartige Vorgänger. Hier muss ich das extreme Maß an Stagnation leider abwerten. Guacamelee 2 konnte mich durch seinen Mangel an neuen Impulsen nur bedingt beeindrucken – so spaßig es auch durchweg war.

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183. Ring Fit Adventure (2019)

Ring Fit Adventure ist das erste Fitness-Spiel, das tatsächlich inhärenten Spaß bietet. Geschickt eingesetzte Animationen, Soundeffekte und Rumble sorgen für befriedigendes, unmittelbares Feedback beim Sport. Die Progressionssysteme des umfangreichen Abenteuermodus sorgen zusätzlich für Langzeitmotivation. Wer Ring Fit nicht selbst probiert, wird nie ahnen, wie schweißtreibend und effektiv es schon nach kurzer Aktivität ist. Großes Plus, weil schon zehn Minuten Ring Fit mir bei meinen häufigen Nacken- und Rückenbeschwerden helfen.

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182. Catherine (2011)

Bis heute erzähle ich jedem von meiner Meta-Erfahrung mit Catherine: Durch das extrem repetitive und frustrierende Puzzle-Gameplay der Albtraumsequenzen setzte in meinem echten Leben nachts der Tetris-Effekt ein. So kraxelte ich auch in meinen eigenen Albträumen erfolglos den sadistischen Würfelturm empor. Wenn DAS kein starkes narratives Gamedesign ist, weiß ich auch nicht weiter.

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181. Tales of Xillia (2011)

Mein erstes PS3-Spiel (im Jahr 2013) und somit mein erstes JRPG nach jahrelanger Abstinenz auf der Xbox 360. Ich habe Tales of Xillia binnen einer Woche verschlungen und liebte, wie gekonnt es die übliche Tales of-Formel umsetzt – wenn auch ohne bemerkenswerte Innovationen. In diesem Fall nehme ich lieber solides Handwerk als einen Designerstuhl, der beim Anblick zerfällt.

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180. Assassin’s Creed IV: Black Flag (2013)

Für viele das beste Assassin’s Creed, für andere so weit von den Wurzeln der Reihe entfernt, dass sie es gar nicht mehr als Assassin’s Creed ansehen. Wieso nicht mehr Spiele auf karibische Piraten-Action setzen, ist mir ein Rätsel. Vielleicht herrscht Angst, weil Black Flag die Prämisse aus dem Stegreif so erstklassig umgesetzt hat. Zu Land und zu See; einfach rund.

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179. Furi (2016)

Dieser reduzierte Boss Rush sollte mir eigentlich hervorragend gefallen. Das tat er auch! Doch setzten mir die einzelnen Begegnungen gerade in der zweiten Hälfte etwas zu sehr auf Bullethell und Trial-and-Error. Stil hat Furi aber allemal.

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178. Wattam (2019)

Kaum ein anderes Spiel hat mir je so ein breites Dauergrinsen verpasst. Ich kam die komplette erste Stunde aus dem Kichern kaum heraus. Doch so charmant die absurde Quirligkeit sein mag, so austauschbar und höhepunktlos wirkt das komplette Gameplay. Das Aufheitern der Inselbewohner war schon lange vorm Ende des (sehr kurzen) Spiels nur noch milde spaßig – unter anderem wegen des immer weiter zunehmenden Chaos.

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177. Wandersong (2018)

Wandersong stellt sämtliche Erwartungen auf den Kopf, die wir an eine klassische Heldenreise haben. Pazifistisch, freundlich, glücklich in Angesicht der drohenden Apokalypse. Wandersong beweist, dass Gut gegen Böse auch ohne Klopperei funktionieren kann. Es hätte in Anbetracht seiner doch recht simplen Mechaniken dennoch etwas früher enden sollen. Nicht vorzustellen, wie Wandersong ohne das superbe Writing aussähe.

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176. Kirby’s Return to Dream Land (2011)

Kirby’s Return to Dream Land ist der Beginn einer Renaissance für Kirby als 2D-Platformer. Zu seinem Erscheinen war Return to Dream Land – meines Ermessens – DER beste traditionelle Kirby-Platformer. Die seit den 90ern kaum veränderte Formel bekam hier endlich frischen Wind in Form von dynamischerem Gameplay und stärkerem Fokus auf kleine Puzzles. Return to Dream Land ist zum ersten Mal kein Kirby-Platformer zum belanglosen Durchfliegen von links nach rechts.

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175. Superliminal (2019)

Über seine komplette Länge fordert Superliminal mit jedem Puzzle erneut heraus, wie wir die Spielwelt wahrnehmen. Die Perspektivrätsel sind nicht nur smart, sondern auch visuell opulent. Selten fühlt sich der Weg zur richtigen Lösung su befriedigend an. Die Botschaft am Ende entschuldigt das ausgelutschte Laborratten-Setting der Marke Portal oder Stanley Parable.

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174. Splatoon (2015)

Ich bin kein sonderlich großer Multiplayer Shooter-Fan, aber mit Splatoons semipazifistischem Ansatz kann ich mich sehr gut anfreunden. Ein wenig schade ist, dass der zweite Teil den ambitionierten aber rudimentären Erstling weitestgehend obsolet gemacht hat.

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173. Assassin’s Creed Syndicate (2015)

Das viktorianische London ist ein Setting, das perfekt an diesen Punkt der Reihe passt. Die alte Formel erreichte ihren Zenit; die neue offenere Formel hätte nicht zum urbanen Setting gepasst. Das Hamsterrad ist da, dreht aber wie geschmiert.

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172. Resident Evil 7 (2017)

Mit dem Schritt zu First Person ging einerseits viel Resident Evil-Charme verloren, aber für mich, der ohnehin nie viel mit der Reihe anfangen konnte, ist das ein geringes Problem. RE7 ist ein exzellentes Horror-Abenteuer, dessen größte Schwäche seine generische Spukhaus- und Redneck-Prämisse ist.

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171. Control (2019)

Erzählung top, Art Design top, Atmosphäre top – wieso muss das Gameplay so strunzlangweilig sein? In vielerlei Hinsicht agiert Control auf extrem hohem Niveau. Es ist an SO vielen Ecken originell! Wieso stammt dann alles Spielerische aus der Mitte der 2000er? Wie oft wollte ich aufhören, weil ich mich zu Tode langweilte…? Und dann kam der nächste grandiose WTF-Moment!

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170. Forza Horizon (2012)

Das einzige Open World-Rennspiel, das mich je auch nur halb so sehr begeistern konnte wie das sagenhafte Burnout Paradise. (Für mich bis heute eines der besten Spiele aller Zeiten.) Durch den Simulationsanteil ist Forza Horizon restriktiver als Burnout, überzeugt dafür aber mit stringenterem Missionsdesign und opulenten Szenerien.

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169. Gorogoa (2017)

Gorogoa ist eine auf zwei Stunden konzentrierte Granate der Überraschung und Verzückung. Die Puzzles brillieren durch originelle Lösungsansätze im Minutentakt. Virtuos miteinander verflochtene Malereien verzaubern auf spielerischer und visueller Ebene die Wahrnehmung der Betrachtenden.

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168. Everything (2017)

Die Reise vom Staubkorn bis zum Planeten war über jeden Tand, den ich beseelte, so skurril, dass sie auch mangels jeglicher Stringenz durchweg unterhaltsam war. Das philosophische Metanarrativ war während des Spiels interessant, aber viel blieb davon nicht hängen.

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167. Warframe (2013)

Warframes Science-Fantasy widersetzt sich dem amerikanischen Einheitsbrei und wirkt aufgrund ihrer Einflüsse (obwohl in Amerika produziert) wunderbar exotisch. Ich liebe das Spielgefühl. Alles ist flott und griffig, beinahe japanisch – noch dynamischer als Vanquish. Auch wenn Warframe free-to-play bekanntlich „richtig macht“, würde ich mir aber dennoch wünschen, es als traditionelles Spiel genießen zu dürfen. Ich möchte diese großartigen Spielmechaniken, ohne dutzende Stunden in eine Grind-Spirale stecken zu müssen – so unterhaltsam diese auch sein mag.

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166. Kind Words (2019)

Ich musste erst überlegen, ob Kind Words auf diese Liste gehört. Ist es ein Spiel, nur weil ich es auf Steam kaufen kann? Ist es nicht eher eine soziale Plattform? Wie auch immer – Kind Words schafft einsamen (und auch nicht einsamen) Menschen ein Sprachrohr zu einer Masse hilfsbereiter Empfänger*innen. Dass ich im Spiel nicht sonderlich viel mitzuteilen hatte, ließ mir nachdrücklich bewusstwerden, wie gut ich mich eigentlich mit meiner momentanen Lebenssituation fühle. Umso härter trafen mich einige der Nachrichten, die mich im Spiel erreichten. Ein wunderbares Projekt und einer der helleren Orte im Internet.

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165. Bound (2016)

Erzählerisch esoterisch, aber visuell atemberaubend ist Bound ein zwiespältiges Spektakel. Mir gefällt das traditionelle 3D-Platforming als Vehikel für ein modernes Narrative Game. Vor allem aber hat es mir der VR-Modus angetan, der ausgerechnet durch seinen Verzicht auf First Person zeigt, wie viel Potential in VR als Standardmedium für Third Person-Spiele steckt.

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164. Rime (2017)

Gute 3D-Zelda-Likes gibt es nicht viele. Rime bewegt sich auf der Skala noch ein wenig in Richtung Team Ico, was für mich absolut keinen Nachteil bedeutet. Ein wunderschönes kompaktes Abenteuer mit netten Rätseln und größtenteils pazifistischen Action-Einlagen.

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163. DragonBall FighterZ (2018)

Wir sind endlich an dem Punkt angekommen, an dem Videospiel-Adaptionen besser aussehen als ihr Quellmaterial. Zudem ist das Spiel auch für Fighting Game-Trottel wie mich einsteigerfreundlich genug, um zumindest die Grundlagen zu verinnerlichen. Leider war die Singleplayer-Kampagne so schmerzhaft langweilig, dass ich nur kurze Freude an Dragon Ball FighterZ hatte. Auch im Online-Modus habe ich literweise Tränen vergossen. Egal, Hauptsache die Action bleibt bombastisch.

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162. A Robot Named Fight! (2018)

Dieses Spiel schreit TRASH. A Robot Named Fight packt Super Metroid und stopft es in ein Roguelike-Gerüst. Als Metroidvania-Roguelike funktioniert es rein strukturell um Welten besser als Dead Cells, welches häufig mit diesem Terminus beschrieben wurde. Die Steuerung ist ähnlich träge wie in Super Metroid, ohne allerdings dessen Flexibilität einzufangen. Nichtsdestotrotz: Eine atmosphärische Empfehlung mit Trashfaktor für jeden Metroid-Fan!

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161. Titanfall 2 (2016)

Die Kampagne wurde mir ZU SEHR über den grünen Klee gelobt, aber die Qualität ist unbestreitbar. Vor allem der Zeitreise-Level Effect and Cause dürfte zu den ganz großen Leveldesign-Leistungen dieses Jahrzehnts gehören – sowohl kreativ als auch technisch.

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160. Sekiro: Shadows Die Twice (2019)

Endlich hat die Souls-Reihe sich ein wenig neu erfunden und schon fange ich an zu meckern. Ich konnte die Schwierigkeitsdiskussion um die Souls-Spiele immer nachvollziehen, war aber meist auf der Seite, die einen fixen hohen Schwierigkeitsgrad vorsichtig bejahte. Sekiro jedoch ist so knüppelschwer, dass ich nach zwei Dritteln kapitulieren musste. Ohne die üblichen Sicherheitsnetze der Souls-Reihe (wie Koop oder Level-Grinding) war Sekiro eine häufig mühsame, aber ungemein intensive Erfahrung. Am Ende des Tages gab Sekiro schlicht nicht so viel zurück wie seine geistigen Vorgänger.

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159. The Surge 2 (2019)

The Surge 2 bietet erstklassige Kampfmechaniken, die flexibles und expressives Spielen ermöglichen. Das Leveldesign ist rein strukturell das vielleicht eleganteste Souls-Design seit Dark Souls 1. Schade, dass The Surge 2 thematisch und visuell so fad schmeckt. In Dark Souls fungieren opulente Areale und kreative Gegner als Belohnung für bockschwere Hürden. The Surge 2 bietet mir – abseits der intrinsischen Befriedigung eines erfolgreichen Kampfes – keinerlei Motivationsfaktoren. In dieser Hinsicht agiert es beinahe umgekehrt zu Sekiro: Shadows Die Twice.

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158. The Talos Principle (2014)

The Talos Principle ist beinahe so intelligent wie ähnliche grandiose 3D-Puzzler à la Portal oder The Witness. Jedoch wirkt die Welt von The Talos Principle im Vergleich extrem konstruiert. Auch die Puzzles selbst wirken dadurch formelhaft, gleichförmig und bedeutungslos.

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157. The Elder Scrolls V: Skyrim (2011)

Zurecht eines der ikonischen Spiele der 2010er. Auch ich bin in Skyrim versunken, bis ich damals die 1000 Xbox Gamerscore hatte. Rückblickend war nicht all diese Zeit wohl investiert; zu dominant war schon hier die übliche Open World-Beschäftigungstherapie. Außerdem kann man mich sowohl mit High Fantasy, als auch mit nordischer Mythologie jagen. Dass Skyrim mir dennoch so gut gefiel, ist wiederum ein Zeichen seiner Qualität.

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156. Snipperclips (2017)

Dieser kreative Geniestreich ist quasi as nintendo as it gets. Vielleicht würde ich Snipperclips sogar noch mehr mögen, hätte ich jemals Mitspielende gefunden, die meinen Level an Ausdauer und Motivation teilen.

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155. Anno 1800 (2019)

Mein Traum einer Aufbausimulation, die auf mich wirkt wie Crack. Einmal angefangen kann ich mich nicht mehr davon lösen, bis mein Hirn unter Multitasking und Planungsketten zu schmelzen beginnt. Ich habe Angst vor Anno 1800 und habe es deswegen nicht annähernd so ausgiebig gespielt, wie ich möchte. Es würde mich konsumieren.

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154. Tacoma (2017)

Die logische Evolution von Gone Home. Diesmal mit noch anschaulicherer Handlung, mehr Spannung und Dramatik sowie einer stimmungsvollen Weltraumkulisse. Ein kurzes narratives Spiel, wie ich es mir wünsche, aber noch immer ohne viele interaktive Schnörkel.

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153. Dragon Quest Heroes (2015)

Dieses Dynasty Warriors-Spinoff trifft die perfekte Balance zwischen dynamischer Progression und formelhaftem Grind. Es ist weniger ambitioniert als sein Open World-Nachfolger, dadurch aber auch deutlich stringenter sowie durchweg motivierend und actionreich.

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152. Observer (2017)

Diese intime Cyberpunk-Ermittlung ist deutlich origineller als Layers of Fear vom selben Studio. Für ein kurzes narratives Spiel hat es viele Längen sowie ätzende Stealth-Abschnitte. Die Handlung ist ohnehin kein Highlight, aber die Atmosphäre ist Königin.

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151. Super Mario 3D World (2013)

Von all den seelenlosen 2D- und 3D-Mario-Spielen der letzten Jahre ist Super Mario 3D World das mit Abstand beste. Der chaotische Multiplayer ist immer noch für die Tonne, aber gerade in der finalen geheimen Welt wartet 3D-Platforming-Exzellenz.

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