Inhaltsverzeichnis:

#500 bis #451 (aktuelle Seite)
#450 bis #401
#400 bis #351
#350 bis #301
#300 bis #251
#250 bis #201
#200 bis #151
#150 bis #101


Was habe ich mir nur angetan? Fünf Monate, 61 Seiten, über 23.000 Wörter – diese Liste ist doppelt so lang wie meine Abschlussarbeit.

Als mein Opus Magnum präsentiere ich euch hier ein Ranking ALLER Spiele, die ich im letzten Jahrzehnt gespielt habe – zumindest die, die zwischen Januar 2010 und Dezember 2019 neu erschienen sind. Das bedeutet: Keine Remaster, keine Ports; Remakes nur, wenn das Spiel komplett neu konzipiert wurde. (Ocarina of Time 3D zählt also nicht, das Resident Evil 2 Remake schon.)

War es Zufall, dass ich in den letzten zehn Jahren exakt 500 Neuerscheinungen gespielt habe? Jein. In der Realität waren es sicherlich noch ein oder zwei mehr, aber irgendwo muss man den Sack auch mal zuschnüren.

Freut euch auf eine Reise vom Crap de la Crap bis hin zu Spielen, von denen ihr noch euren Enkelkindern erzählen werdet. PS4-Blockbuster kämpfen gegen Wii- und Nintendo DS-Underdogs. (Ja, so lang war das Jahrzehnt.) Je heißer die Platzierungen, desto heißer die Takes. Neue Updates gibt es hier künftig etwa alle zehn Tage.

Wer nicht warten möchte, darf gern meinem dedizierten Twitter-Profil folgen, auf dem es täglich fünf neue Platzierungen dieser Liste gibt. So könnt ihr euer Mahl vorzugsweise auch häppchenweise verdauen. [pg]

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500. Animal Crossing: Amiibo Festival (2015)

Das mit Abstand schlechteste Spiel, das ich je gespielt habe. Das freche Vertriebsmodell durchsetzt alle Facetten und hebt die Atrozität auf ein ganz neues Level. Mario Party ohne Mini Games, ohne Spaß, aber mit physischen Zusatzkäufen. Nicht einmal mit 2,5 Promille würde ich dieses Machwerk noch einmal anfassen.

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499. Mario Tennis: Ultra Smash (2015)

Wow, gleich noch ein Nintendo-Spiel am unteren Ende der Liste. Die späten Wii U-Filler haben Nintendo echt nicht mit Ruhm bekleckert. Dieses Spiel hat KEINE nennenswerten Modi außer Quick Play (nicht einmal einen Turniermodus) und selbst dieser Modus wird wegen des Maxi-Pilzes – dem zentralen Gimmick des Spiels – ein unbalancierter Graus.

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498. Dead Nation (2010)

Damals, als Twin-Stick-Shooter noch HALBWEGS innovativ waren, ging sowas vielleicht. Denselben Satz könnte man auf Zombie-Spiele anwenden. Habe übrigens damals beim Koop mit meinem Bruder Helge Schneider gehört. Witziger Abend.

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497. Final Fantasy Type-0 (2011)

Leute, die dieses Spiel feiern, haben einen fragwürdigen Level an Final Fantasy-Fantum erreicht. Story generisch, Welt leblos, Kampfsystem zum Einschlafen. Zumindest die beiliegende Final Fantasy XV-Demo war… okay.

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496. Heavy Rain (2010)

Das quintessentielle David Cage-Spiel. Der maximal bescheuerte Twist am Ende reißt diese Quälerei gar noch tiefer in den Abgrund der Abscheulichkeit.

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495. Paper Mario: Sticker Star (2012)

Dieses Spiel ergießt einen kompletten Ochsendarm unnützer Mechaniken auf eine der besten RPG-Reihen aller Zeiten. Wenn es ein Spiel gibt, das zeremoniell verbrannt werden sollte, so ist es dieses.

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494. Need for Speed: Most Wanted (2012)

Obwohl es vom selben Studio stammt, hat dieses traurige Need for Speed-Reboot nicht im Ansatz die Qualität oder den Charme eines Burnout Paradise. 30 fps auf Konsolen machen es außerdem nahezu ungenießbar.

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493. YIIK: A Postmodern RPG (2019)

Ein kompletter Haufen Scheiße. Teils wortwörtlich. Es ist kein Problem, in einem „postmodernen RPG“ lebendige Ausscheidungen als Gegner einzubauen. Nur sollte das rundenbasierte Kampfsystem nicht ebenfalls kacke sein. Was aus den Mündern der Charaktere kommt, hat ebenfalls mehr mit geistigem Dünnschiss zu tun als mit geistreichen Dialogen – auch wenn YIIK sichtlich bemüht ist, geistreich zu sein.

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492. Soul Sacrifice (2013)

Viele mögen dieses Spiel sehr gern, aber ich konnte hier irgendwie nie mehr sehen als ein spielerisch und ästhetisch entleertes Monster Hunter.

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491. Earth Wars (2016)

Shovel Ware für Switch mit guter Preisleistung. Absolut akzeptabel, aber geschmacksneutral wie roher Reis. Und dieses Charakterdesign, wtf?

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490. The Persistence (2018)

Der Gewinner des Kotztüten-Awards 2018. Die unintuitive Steuerung und das VR-unfreundliche Leveldesign machten dieses First Person-Stealth Game für mich unspielbar. Ständige kleine Kamerajustierungen funktionieren in VR einfach nicht. Schade ums coole Setting.

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489. Battlloon (2019)

Buchstäblich nur EIN einzelnes glorifiziertes Mario Party-Minigame, für 99 Cent im Nintendo eShop. Vier Spieler schubsen sich als süße Ballons in Stachelwände. Hält, was es verspricht.

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488. LEGO Harry Potter (2010)

Charmant wie eh und je, aber schon damals war die LEGO-Formel stark abgenutzt. Es versucht sogar, stärker auf Puzzles zu setzen, wird dadurch aber seltsam sperrig.

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487. Stealth Inc. (2011)

Spielerisch könnte dieses Spiel etwas höher unterwegs sein. Doch alles, was nur ansatzweise nach Minions aussieht, gewinnt bei mir keinen Preis. Keine bewusst konträre Meinung, sondern einfach eine Ästhetik, die meine Augen in den Hinterkopf rollen lässt.

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486. Alienation (2016)

Siehe Dead Nation. Ich mag allerdings Aliens und Laser-Waffen – auch wenn diese hier höchst generisch umgesetzt sind – und deshalb sitzt es einige Plätze höher.

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485. Semblance (2018)

Würde ich hier nur Konzepte bewerten, stünde Semblance – ein 2D-Platformer mit Terraforming – deutlich höher in der Liste. Leider werden die Puzzles rund ums Ausbeulen der Umgebung schnell eintönig. Dazu kommen viele winzige Unfeinheiten in Spielgefühl und Steuerung.

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484. LOVE (2014)

Ein maximal minimalistischer Platformer von dreißig Minuten Dauer in Atari-Optik. Ästhetisch und konzeptuell interessant; das war es dann auch – im positiven Sinne.

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483. Lone Survivor (2012)

Hier beginnt eine Konstante, die sich durch diese Liste ziehen wird: Ich bin einfach kein sonderlich großer Fan düsterer Horror-/Mystery-Settings. Deshalb werden viele dieser Art schlechter abschneiden, als sie es vielleicht verdient hätten. Dass dieses Spiel Elemente eines klassischen Point and Click-Adventures hat (mag ich noch weniger), macht es nicht besser.

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482. Gonner (2017)

Ich hab nichts gegen Roguelikes, aber wenn eines davon gleich zu Beginn so knallhart ist, dass ich kaum über die ersten fünf Minuten hinauskomme, hinterlässt das eher einen negativen Eindruck. (Audiovisuell aber sehr hübsch!)

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481. The Order 1886 (2015)

Vielleicht ist The Order 1886 eine Parodie auf alle ätzenden Trends der vorherigen Konsolengeneration. Grauer Matsch, uninspirierte Schlauchlevel und Schießbudenkämpfe der langweiligsten Sorte.

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480. Bloodstained: Ritual of the Night (2019)

Meine Probleme mit Bloodstained lassen sich auf diesen wenigen Zeilen kaum zusammenfassen. Wenige Spiele auf dieser Liste gingen mir so sehr auf den Sack. Wieso musste ich dieses eintönige, unbefriedigende Metroidvania überhaupt bis zum Ende durchziehen? Ich will meine Zeit zurück. (Artikel auf Spielkritik)

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479. Ace of Seafood (2016)

Was ein unheimlicher Trash! Meereslebewesen liefern sich Ace Combat-ähnliche Territorienkämpfe. Mit Lasern, Bomben und allem. Allein wegen des abgefuckten Eurobeat-Soundtracks wollte ich Ace of Seafood ursprünglich höher einordnen, aber… es fühlte sich einfach nicht richtig an.

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478. Dear Esther (2012)

Als Vorreiter eines heute überaus respektablen Genres hat Dear Esther seinen schlechten Ruf in der Allgemeinheit nicht verdient. Dennoch ist es rückblickend eher rudimentär, unbeeindruckend und mir persönlich zu esoterisch.

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477. One Piece: Pirate Warriors (2012)

In dieser Liste werden noch genügend Dynasty Warriors-Spinoffs folgen, deshalb sei hier nur gesagt: Der Funken ist absolut nicht übergesprungen. Es fehlte der Charme, der andere Spinoffs trägt. Außerdem: Wieso spielt man in der Kampagne NUR als Ruffy? Fragwürdige Entscheidung.

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476. North (2016)

Ein abstrakter Walking Simulator über syrische Flüchtlinge? Das sagt zumindest der Paratext… Im Spiel selbst ist… einiger Raum zur Interpretation. Eine interessante ästhetische Erfahrung, aber ich war scheinbar zu blöd, die Analogien zu erkennen. Oder waren doch eher die Analogien zu blöd?

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475. Fugue in Void (2018)

Haken wir gleich beide abstrakten Laufspiele auf einen Schlag ab. Fugue in Void gefiel mir vielleicht nur deswegen besser als North, weil ich von vornherein GAR KEINE Ahnung hatte, worum es gehen soll. Cooles begehbares Experiment mit monumental-brutalistischer Architektur.

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474. Sudoku Relax (2019)

Sudoku Relax ist ein entspannendes Sudoku-Spiel für Nintendo Switch. Entspannende visuelle Effekte, entspannende Musik und Geräusche – da gibt es nicht viel falsch zu machen.

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473. Stealth Inc. 2: A Game of Clones (2014)

Der zweite Teil ist spielerisch sogar noch besser als der erste, aber: a) Erneut Punktabzug wegen der Minions und b) Punktabzug wegen des bescheuerten Wortspiels im Titel. Wir sind hier nicht auf 9GAG.

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472. Pipe Push Paradise (2018)

Blockschiebepuzzles waren als Kind mein fragwürdiger Videospiel-Fetisch. Diese hier sind jedoch gleich zu Beginn so sperrig (im wahrsten Sinne des Wortes), dass nie sowas wie Spielfluss aufkam. Sieht aber sehr süß aus und klingt noch süßer.

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471. Until Dawn (2015)

Bei dem geringen Maß an Interaktivität, das Until Dawn mir bietet, ist es gleich noch ermüdender als ein herkömmlicher Slasher B-Movie. Noch dazu fühlen sich sämtliche Interaktionen furchtbar behäbig und indirekt an. Verstehe den Hype um dieses Spiel bis heute nicht im Ansatz.

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470. Mighty No. 9 (2016)

Nicht nur besser als Nichts, sondern auch besser als alle bisherigen Spiele dieser Liste. Wenn das keine Benchmark ist, weiß ich auch nicht.

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469. A Hole New World (2017)

Ich habe in den letzten zehn Jahren VIEL zu viele 2D-Platformer gespielt. Da fallen solch durchschnittliche Dinger wie dieses Castlevania-like etwas negativer auf als sie es fairerweise sollten.

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468. Detroit: Become Human (2018)

Gerade eben noch Mighty No. 9 überholt! Höher klettert David Cage auf dieser Liste aber auch nicht mehr. Wildes Gekurbel am rechten Stick trägt noch immer nichts zu meiner Immersion bei; es senkt sie sogar. Als meine Freundin Detroit gespielt hat, fand ich das Setting aber ganz cool – auch trotz der fragwürdigen soziopolitischen Holzhammer-Analogien.

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467. Photographs (2019)

Emotionale Kurzgeschichten, eingebettet in eine süße Pixel- und Polaroid-Ästhetik, aber getragen von unspektakulären Puzzles. Da auch die Kurzgeschichten das Rad nicht neu erfinden, ist Photographs – trotz aller Herzlichkeit – ein eher durchwachsenes Erlebnis.

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466. Futuridium EP Deluxe (2014)

Eigentlich ist dieses Arcade-Shoot ‘em up in einer elliptischen 3D-Arena ziemlich cool. Doch es steckt nicht genug drin, um die Motivation für mehr als eine kurze Session aufrechtzuerhalten.

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465. Songbird Symphony (2019)

Ein Metroidvania mit Rhythmusmechaniken klingt erstmal originell. Die Optik ist süß, doch das Wichtigste – die Lieder – sind… einfach nur strange und nicht einmal sonderlich rhythmisch. Auch das Design der Welt ist zu ziellos.

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464. VSR: Void Space Racing (2018)

Schwerelose Rennen im Weltall ohne feste Strecke und ohne jegliche Reibung erfordern erfrischend unverbrauchte Skills. Physik und Ästhetik sind auch on-point. Ein experimentelles und kurzweiliges Rennspiel.

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463. Tales of Xillia 2 (2012)

Ein Totalschaden auf fundamentaler Ebene: Die komplette Spielprogression dreht sich um das Abbezahlen eines enormen Schuldenbergs. Das bedeutet: Grind ohne Ende. Tales of Xillia 2 ist das einzige Singleplayer-Spiel, in dem ich je für Echtgeld einen Progressionsbooster gekauft habe. Die generische Handlung und der stumme Protagonist mit dem Charisma einer Raufasertapete waren diese Investition nicht wert.

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462. Persona 4 Arena (2012)

Die Handlung dieses Spinoffs bewegt sich auf dem Niveau schlechter Fanfiction und nimmt zeitlich ein dutzendes der kurzen Kampfmomente ein. Offenbar ist das Gameplay im Versus Mode aber echt deep. Dafür bin ich jedoch nicht der richtige Ansprechpartner.

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461. Save Me, Mr. Tako (2018)

Tolle Retro-Ästhetik, aber letztendlich war Mr Tako so konsequent retro, dass ich auch gleich ein mittelmäßiges Game Boy-Spiel hätte spielen können (und dabei vielleicht noch weniger frustriert gewesen wäre). (Artikel auf Spielkritik)

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460. FutureGrind (2019)

FutureGrind verpasst dem 2D-Bike-Parcours-Genre einen futuristischen Twist. Die farbigen Räder des Bikes dürfen nur mit Gleisen derselben Farbe in Berührung kommen. Unverbraucht und frisch, wenn auch nicht die Neuerfindung des Rades.

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459. Automachef (2019)

Ich habe ein krasses Aufbau- und Optimierungsspiel á la Zachtronics erwartet. Leider scheiterten die automatisierten Küchen von Automachef bereits an der lächerlich sperrigen und hässlichen Nutzeroberfläche. Nicht unwichtig für ein Spiel, das zu 90 Prozent aus Menüs besteht.

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458. Sonic: Lost World (2013)

Jedes moderne Sonic-Spiel braucht offenbar dieses eine Gimmick, das ein eigentlich solides Spiel zerstört. In diesem Fall ist es ein fragwürdiges Gating-System, das mich zum Suchen unintuitiv versteckter Collectibles treibt, um im Hauptspiel voranzukommen.

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457. Oceanhorn (2013)

Es gibt überraschend wenige Zelda-Klone. Doch wenn es sie gibt, klonen sie meist so dreist, dass man auch gleich zum drölfzigsten Mal A Link to the Past spielen kann. Selbiges gilt für Oceanhorn. Austauschbar hoch zehn.

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456. Riptide GP 2 (2013)

Ein beeindruckendes Indie-Wave Race, das mich sicherlich noch deutlich mehr beeindruckt hätte, könnte ich etwas mit den originalen Wave Race-Titeln anfangen. Auch der Look lässt die Wurzeln im generischen Mobile Markt erkennen.

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455. Riptide GP Renegade (2016)

Der Nachfolger zu Riptide GP 2. Etwas neuer, etwas besser, ansonsten zum Verwechseln ähnlich.

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454. Kamiko (2017)

Ein früher Bestseller des Switch-eShop. Allerdings nur, weil es so spottbillig ist. Spielerisch ist Kamiko solide, doch ist es ungefähr so originell wie ein mittelmäßiges Flash Game der frühen 2000er.

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453. TxK (2014)

TxK hätte auch unbemerkt in einer Arcade-Halle der 80er stehen können – im positiven, wie im negativen Sinne. Aber es fällt auf: Vektor-Grafik ist im Indie-Bereich trotz Nostalgiewelle unterrepräsentiert.

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452. Pool Panic (2018)

Obwohl ich den typischen Adult Swim-Look nicht mag, sieht Pool Party charmant aus. Spielerisch sind die tischlosen Billard-Szenearien jedoch eher zweckmäßig. Die seichte Unterhaltung wird schnell ermüdend.

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451. Infernium (2018)

Simple Mittel, aber überraschend furchteinflößend. Die Furcht manifestiert sich leider eher in Stress als in Schauer und wird somit schnell anstrengend. Durch technische Macken (zumindest auf der Switch) ist Infernium auch sonst nicht sonderlich angenehm.

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