Liebe Leserinnen und Leser,

die Nächte werden länger, draußen wird es kälter. Zeit, es sich gemeinsam oder allein auf dem Sofa gemütlich zu machen und neue oder alte Spiele zu genießen.

Natürlich lassen wir euch auch diesen Monat wissen, welche Spiele die Mitglieder unserer Redaktion gerade spielen oder jüngst gespielt haben, und welche Medien wir eigentlich sonst so „konsumieren“.

Einen treuen „Freund des Hauses“ haben wir auch wieder für unsere Party gewinnen können: Lenny ist mit mehr als 50(!) Kommentaren nicht nur einer unserer treuesten Leser sondern auch der fleißigste Kommentarschreiber auf SPIELKRITIK.com – und somit ein nicht wegzudenkender Teil unserer kleinen aber feinen Community. Nachdem er in den letzten Monaten auch immer wieder unseren Kommentarbereich genutzt hat, um auch sein „Inventory“ mit uns und euch zu teilen, ist es an der Zeit, dass er das nun auch ganz offiziell tun darf. Also macht’s wie Lenny – und kommentiert doch mal. ;)

Eine der beiden Bestandsartikel-Empfehlungen des Monats kommt diesmal auch von Lenny. Und wer darüber hinaus aufmerksam unsere Inventories liest, der kann neben unserem Freund des Hauses dort schon einen redaktionellen Neuzugang Redaktion entdecken, der diesen Monat seinen Einstand mit einem ersten Artikel feiern wird.

Beim Thema des Monats wird es erneut persönlich: Wir verraten, welche Schwierigkeitsgrade wir bevorzugen, wenn Spiele uns vor die Wahl stellen. Und warum, und überhaupt, und sowieso. Verratet uns gern auch eure Präferenzen in den Kommentaren! Wir freuen uns auf euer Feedback. [sk]


BACKTRACKING: Die Bestandsartikel des Monats

Empfohlen von Lenny: PRESSEKRITIK #02: Null gespielt, trotzdem toll: Previews sind falsch

Fast ein Jahr ist dieser Artikel mittlerweile alt und immer noch aktuell. Mit großer Sicherheit wird er auch im nächsten Jahr noch aktuell sein. Gerade mit kommenden Spielen wie The Last of Us Part 2 oder Cyberpunk 2077 werden die Lobeshymnen und Vorabberichte wieder wie Pilze aus dem Boden schießen. Wer will es der Spielepresse auch übel nehmen in ihrem ständigen Kampf um Aufmerksamkeit und gegen die Konkurrenz von Influencern? Doch gerade deshalb ist diese Kolumne so wichtig – um immer wieder zu sagen, dass die Spielepresse nicht dafür da ist, Werbung für Spiel XY zu machen, sondern dafür, über Spiele und Spielehersteller kritisch zu berichten.

Empfohlen von Sylvio: Die Xbox wird 15! Das Geburtstagsspecial

Noch bis zum 10. Oktober nehmen wir Einsendungen für unser Special zum 20. Jahrestag der SEGA Dreamcast entgegen. Das Special steht in der Tradition vergangener Geburtstags-Features, die wir 2017 zu den jeweils 15. Geburtstagen des GameCube und der Xbox veröffentlichten. Vor allem mit dem Xbox-Feature bin ich bis heute sehr zufrieden, nicht zuletzt weil ich im Zuge dessen selbst viel Neues über eine Konsole lernte, die während ihres Lebenszyklus immer knapp an mir vorbeigegangen ist – die ich im Zuge unseres Specials aber zunehmend schätzen lernte. Beides erzähle ich in den Beiträgen, welche das Special einleiten bzw. abschließen. Dazwischen gibt es Daniels Erinnerungen an seinen Xbox-Erstkontakt, eine untote Spielempfehlung von Roberto Kracht, und viele andere Gastbeiträge mehr.


INVENTORY: Die aktuellen Favoriten der Redaktion
foto7_2Sylvio @mussakku_laden

Spielt: Batman: Arkham Knight, Jet Force Gemini, Darksiders III
Liest: Takeshi Kitano: Warum ich Frauen trotzdem mag
Schaut: Getränk nach dem Bad am Mittag (<3), Wer hat Daigoro Tokuyama ermordet?, Eurydice (Theater)
Hört: Fixmer/McCarthy: Between the Devil
Und sonst? Wartet gespannt, welche Wahlbereichsmodule der allmächtige Algorithmus ihm dieses Semester zuteilen wird.

ybhkbibl_400x400Iris @HiVidGa

Spielt: Elex, Borderlands 2, Clicker Heroes
Liest: Vatine & Varanda: Die lebende Tote
Schaut: The Crown, The Super, Ready Player One
Hört: Chillstep, RockFM & K-Pop
Und sonst? Hat ihre Leidenschaft für Kreuzworträtsel und Sudoku entdeckt und freut sich, bald wieder an der Ostsee zu leben.

FQfN8Yx7_400x400Johannes @Jominathor

Spielt: Untitled Goose Game
Liest: Amitav Ghosh: The Hungry Tide
Schaut: Terrace House, Fleabag
Hört: Die Liebe ohne Selfies-Podcast
Und sonst? Ist zur Erkenntnis gekommen, dass sein Bücher-Pile of Shame mittlerweile den für Spiele abgelöst hat

DSC03164Amon @AsonDT

Spielt: Age of Empires II HD, The Long Dark
Liest: bald endlich Stuckrad-Barre
Schaut: Broadchurch, Modern Family Staffel 8
Hört: King Gizzard & The Lizard Wizard: Infest The Rat’s Nest, Men I Trust: Oncle Jazz, Laundry: Affirmation, Last September in Monaco
Und sonst? Höchster Stresspegel, da er zum Semesterbeginn keine Wohnung gefunden hat.

OKhjZsqh_400x400Pascal @PascalGrasshoff

Spielt: Deadly Premonition, Heartbeat, quer durch Apple Arcade
Liest: diverse Bücher über Sexismus in Rock-Musik
Schaut: nichts Neues
Hört: den großartigen 2019-Remix von Abbey Road (Beatles), viel 70s Soul
Und sonst? Endlich wieder Herbst! Zeit für gedimmtes Licht und Tee.

Erik @snoopykoira

Spielt: Final Fantasy IX, Sayonara Wild Hearts, Ori and the Blind Forest (Switch-Port)
Liest: Deutsch für junge Profis, Professionelles Schreiben für den Journalismus
Schaut: bedeutungsschwanger aus dem Fenster
Hört: Babymetal, Billie Eilish, diverse 80s Popsongs
Und sonst? Dachte, sein Schreibstil sei gut. Dann hat er begonnen, Bücher über guten Stil zu lesen.

Freund des Hauses: Lenny @MonkeyHeader

Spielt: Zelda: A Link to the Past, Zelda: Link’s Awakening, Deadly Premonition (Switch), Mario Kart Tour, Horizon: Zero Dawn
Liest: Stephen King: Frühling, Sommer, Herbst und Tod
Schaut: True Detective Staffel 3, The Terror Staffel 2, Der dunkle Kristall: Ära des Widerstands
Hört: Take That, Kaiser Chiefs, Lissie
Und sonst? Hat ein neues Origami-Buch und ist erstmal beschäftigt.


SIDE QUEST: Leicht, Normal, Schwer – oder was? Unsere Präferenzen bei der Schwierigkeitsgrad-Auswahl.

Johannes meint:

Ich bin kein wirklicher Fan von Schwierigkeitsgraden. Was ich damit konkret meine: Spiele, die mich vor ihrem Start mit einer Entscheidung zwischen „Leicht“, „Normal“ oder „Schwer“ konfrontieren, ehe ich auch nur eine Sekunde selbst Hand angelegt habe. Woher soll ich denn wissen, mit welcher Wahl ich im jeweiligen Fall am meisten Freude haben werde? Ständiges Wechseln während des Spielens ist wiederum lästig und manchmal sogar nicht möglich. Ich nehme daher immer Normal: Nicht, weil ich mich für einen mittelmäßig guten Spieler halte, sondern weil ich davon ausgehe, dass sich hierunter der in der Entwicklung am stärksten fokussierte und hoffentlich durchdachteste Schwierigkeitsgrad verbirgt. Mein Plädoyer an EntwicklerInnen: Integriert in eure Spiele diegetische Möglichkeiten, Dinge einfacher und schwieriger zu gestalten, und entfernt die mittlerweile anachronistische Auswahl im Titelbildschirm.

Sylvio meint:

Es gab einmal eine Phase, ungefähr die GameCube-Ära, da ich schwierige Spiele sehr schätzte (oder das sogar als Qualitätsmerkmal betrachtete) und Titel mit entsprechender Auswahlmöglichkeit auch schon mal auf „Schwer“ startete. Inzwischen beginne ich mir unbekannte Spiele meist auf „Leicht“: Nicht, weil ich eine Aversion gegen Herausforderungen habe, sondern weil die allermeisten komplexen Triple-A-Games unserer Zeit – fast nur mit Ausnahme derer von Nintendo – einfach furchtbar schlecht darin sind, sich Serien- oder Genre-Neulingen zu erklären und kurz nach Spielbeginn schon eine Expertise verlangen, die ich mir zunächst einmal in einem nachsichtigeren Rahmen aneignen möchte bzw. muss. Handbücher gibt’s schließlich auch keine mehr. Dabei würden die nicht nur den Spieleinstieg erleichtern – sondern auch den Wiedereinstieg nach einer längeren Spielpause.

Erik meint:

Mein bevorzugter Schwierigkeitsgrad ist Normal; zumindest während meines ersten Durchlaufs. Ich möchte in Ruhe die Mechaniken des Spiels lernen, ohne mich zu unterfordert zu fühlen. Anschließend erklimme ich stückweise die Sprossen der Schwierigkeitsleiter, bis mir der Atem ausgeht. Falls ein Spiel nur einen oder wenige Schwierigkeitsgrade bietet, siehe beispielsweise Mega Man 2: Lieber zu schwer als zu leicht. Meine kompetitive Natur wächst und gedeiht im Licht einer Herausforderung. Ungeachtet persönlicher Präferenzen: Ich verdamme leichte Spiele nicht oder verlange, dass jedes Spiel herausfordernd sein muss. Mangelnde Zugänglichkeitsoptionen sind anachronistisch – vor allem in schweren Spielen. Celeste hat diesbezüglich einen fantastischen Job geleistet. Digitale Unterhaltung ist für alle da. Ohne Wenn und Aber.

Lenny meint:

Ich mag keine schweren Spiele! So könnte mein Kommentar enden, aber das wäre wohl nicht genug. Wer mich mittlerweile kennt, der weiß, dass ich Spiele in der Regel für ihre Geschichte spiele und diese gerne ungestört erlebe. Wenn ich allerdings immer wieder an einem zu hohen Schwierigkeitsgrad scheitere, verliere ich das Interesse an einer womöglich spannenden Erzählung. Deswegen wähle ich, gerade in Genres in denen ich nicht versiert bin, einen leichteren Schwierigkeitsgrad. So kann ich die Geschichte ohne frustige Ereignisse erleben. Das Problem sind zudem nicht unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, sondern dass ich das Gefühl vermittelt bekomme, besonders durch den Erfolg der Souls-Reihe, dass nur noch Spiele mit einem hohen Schwierigkeitsgrad es wert sind, gespielt zu werden.

Iris meint:

Bei mir persönlich kommt es auf das Genre des Spiels an. Bei rundenbasierten und taktisch-basierten Spielen mache ich es mir meist einfach und stelle Normal oder Leicht ein. Bei Ego-Shootern und Action-Spielen stelle ich von vornherein auf Schwer und beim zweiten Durchgang auf Sehr Schwer. Einfach, da ich die Erfahrung gemacht habe dass mir in diesen Genres die Herausforderung fehlt und ich viel zu schnell den Abspann sehe. Ich finde die Möglichkeit zur Auswahl eines Schwierigkeitsgrades generell gut und mag es vor allem, wenn ich ihn während des Spielens doch noch hochschrauben kann, wenn ich schon einige Skills freigeschaltet habe und mich oft zu schnell und einfach durch die Gegnerhorden gegen Ende des Spiels bewege.


Logbucheintrag Ende. Im November melden wir uns wieder – mit neuen Empfehlungen alter Beiträge, neuen Favoriten in Film, Funk und Fernsehen, und neuen Meinungen zu einem neuen Thema des Monats. Und natürlich mit einem neuen Freund (oder einer neuen Freundin) des Hauses. Wir hoffen, ihr bleibt uns treu. Bis dahin!