Liebe Leserinnen und Leser,Jingle_Animal_Crossing

es weihnachtet sehr. Bei uns und bei euch hoffentlich auch. ;)

Für dieses kleine Feiertagsspecial haben wir einmal einige unserer schönsten oder denkwürdigsten Weihnachtserinnerungen mit Games-Bezug zusammengetragen. Übrigens auch eine ideale Möglichkeit, die Leute in unserer in diesem Jahr kräftig gewachsenen Redaktionen ein wenig näher kennenzulernen.

Sicher sind wir aber nicht die einzigen, die in ihrer Erinnerung bestimmte Videospiele mit Weihnachten und Weihnachten mit bestimmten Spielen verbinden. Und was ist eigentlich mit Weihnachten in Videospielen? Wir freuen uns auf eure Erinnerungen in den Kommentaren und wünschen euch noch eine freudige Restweihnachtszeit! [sk]


von Johannes

Ich glaube, es lag reichlich Schnee. Mehr Schnee, als ich ihn heutzutage zumindest gewöhnt bin. Wer eher im Flachland beheimatet ist, muss sich ohnehin glücklich schätzen, vom weißen Gold beschenkt zu werden, das rückbesinnen lässt auf ein Gefühl der kindlich naiven Freude und stressbefreiten Unbeschwertheit. 2008 war ich mit meinen 14 Jahren nicht mehr wirklich Kind, und doch erinnere ich mich an eben jene Unbekümmertheit, mit der ich vor genau 10 Jahren die Festtage verbrachte: Im Schneidersitz vor der Spielekonsole, gelegentlich die weißen Flocken beobachtend, die sich auf meinem Dachschrägenfenster niederließen, doch in Wahrheit vollkommen eingenommen vom Auftakt einer Rollenspiel-Trilogie, die mit ihrem sich heimisch anfühlenden Weltraum-Setting für all das stand, was meine Teenagerseele in jener Zeit liebte. Selten schaffte es ein Spiel danach, mich dermaßen aus meinem alltäglichen, realen Leben zu entführen, wie es Mass Effect seinerzeit tat. Es war ein unbeirrter Zustand, ein temporär abgekapseltes, verschneites Weihnachtserlebnis, das sich in dieser Form nie wieder reproduzieren lässt, dessen bin ich mir sicher. Und doch ist es die nostalgische Freude an jener Erinnerung, die mir regelmäßig vor Augen führt, wieso ich meiner Liebe für das Medium Videospiele über all die Jahre treu geblieben bin.

Diese Weihnachten spiele ich… Persona 5 (hoffentlich zu Ende)!


von Sylvio

Im Rückblick erscheint mir Weihnachten 2002 wie das letzte Weihnachten meiner Kindheit: Die Spiele, die ich geschenkt bekommen sollte, hatten wir einen Monat zuvor im Internet bestellt – es war der erste Online-Einkauf meiner Familie und ich hatte nicht zuletzt deshalb gleich zwei(!) große Vollpreisspiele bekommen dürfen, weil sie online günstiger waren als anderswo. Als die Spiele ankamen, durfte ich sie kurz „testen“, schauen, ob sie auch funktionierten. Das machten wir schon immer so. Und natürlich funktionierten sie auch diesmal. Danach verschwanden sie im Schrank – doch es war kein Kunststück zu erraten, in welchem. Und so verbrachte ich die Adventszeit damit, heimlich abends Eternal Darkness auf dem GameCube zu spielen. Ein perfektes Spiel für lange Winternächte. An Heiligabend und an den Feiertagen konnte ich mich dann ganz Star Fox Adventures hingeben – mit seinem vertrauten Rare-Charme und wolligen Mammuts in Schneelandschaften ebenfalls ein perfektes Weihnachtsspiel.

Es war das letzte Weihnachten, das mir mitsamt seiner Spiele so deutlich in Erinnerung geblieben ist – im Jahr darauf war alles anders. Nicht zuletzt das Internet machte es möglich, dass ich mir Spiele viel häufiger selbst kaufte, statt sie geschenkt zu bekommen, und mehr Spiele zu günstigeren Preisen. Und ich somit erstmals im Leben in die Lage kam, mehr Spiele zu haben, als Zeit, um sie spielen zu können. Sicherlich auch deshalb war das Warten auf Weihnachten danach nie wieder dasselbe. Welche Spiele ich Weihnachten 2003 geschenkt bekam? Ich kann mich nicht erinnern. Eternal Darkness und Star Fox Adventures allerdings werden für mich immer mit Weihnachten verbunden sein – als die letzten Spiele meiner Kindheit (auch wenn das in Bezug auf letzteres etwas seltsam klingt).

Diese Weihnachten spiele ich… Vermutlich einfach Yokaa-Laylee weiter. Kindheitsgefühle reloaded.


von Pascal

Heute beklagen wir uns, so viele Spiele zu besitzen, dass wir mit dem Spielen nicht hinterherkommen. Als Kind spielte ich vier Jahre lang dieselben zehn N64-Spiele. Weihnachten diente meinem Durst nach Spielen jährlich als Oase. Ich weiß noch genau, was die gesammelte Familie jährlich unter den Baum gelegt hat. Was würde ich dafür geben, mich heute nochmal auf irgendwas so sehr zu freuen wie Weihnachten 2006 auf Zelda: Twilight Princess… Wie hat mein junges Hirn es eigentlich damals ausgehalten, 2004 gleich drei der besten Spiele aller Zeiten auf einen Streich zu bekommen? (Die Rede ist natürlich von Metroid Prime 2, Metroid Fusion und Paper Mario 2.) Weihnachten 2002 haben meine Eltern ohne mein Zutun daran gedacht hatten, zu Majora’s Mask auch das Expansion Pack zu besorgen. Das muss wahre Liebe sein.

Heute bekomme ich zum Fest (voraussichtlich) kein einziges Spiel mehr. Im Zeitalter radikaler Sales (und des eigenen Gehalts) habe ich mir alles Nötige bereits selbst geschnappt. Über die Festtage werde ich wohl „ganz nebenbei“ ein JRPG auf 3DS oder Vita anfangen. Entweder Etrian Odyssey 2 Untold oder ENDLICH Suikoden II zum 20-jährigen Jubiläum… Ob ich eines dieser Mammutspiele wirklich beenden werde, steht aber noch in den Weihnachtssternen.


von Marc

Zahlreiche Multiplayerspiele werden jedes Jahr aufs Neue mit weihnachtlichen Gadgets versehen. Es ist beinah schon Konvention, die reale Tradition gemeinsam mit der virtuellen zu zelebrieren. Das Weihnachtsevent, auf welches ich mich in den vergangenen Jahren stets am meisten gefreut habe, war das „Smissmas“-Update in Team Fortress 2. Dieser Free-to-Play-Shooter bescherte seinen treuen Spielern alle Jahre wieder eine große Update-Überraschung. Neben den obligatorischen Anpassungen, sorgte auch das alljährliche Weihnachtsupdate für ein stimmiges Flair. Ausgewählte Karten werden feierlich angepasst; es gibt Weihnachtsbekleidung für alle Charaktere und natürlich auch eine schicke Verzierung für derweil fast alle Waffen. Denn es ist doch schließlich viel schöner, wenn – während mein Gegner flambiert und zum Festtagsdinner zurechtgebrutzelt wird – mein Flammenwerfer mit einer schönen Lichterkette verziert ist. Schließlich ist die Weihnachtsbeleuchtung doch ebenso Teil der Tradition, oder?

Leider kommen auch so manche Traditionen in die Jahre und auch der Zahn der Zeit nagt an Team Fortress 2. Das Entwicklerteam wurde immer kleiner und somit auch der Umfang der Updates. Nichtsdestotrotz werde ich mich auch dieses Jahr hinsetzten, genüsslich meinem Festive Bonk! Atomic Punch schlürfen und in das leuchtende Weihnachtsspektakel eintauchen, dass den wundervollen Charm dieses Spiels mit der Weihnachtszeit verbindet.

Diese Weihnachten spiele ich… Im Multiplayer Team Fortress 2 und im Singleplayer A Hat in Time.