Dion Blaster – mit einem solchen Namen geboren zu werden, dürfte in etwa so sein, wie als Kind in einen Zauberkessel mit Coolness zu fallen. Die bleibt dann für den Rest des Lebens haften und verschafft Dion Blaster nicht nur einen eigenen Eintrag im Urban Dictionary sondern auch eine eigenständige Betrachtung in der lange überfälligen zweiten Episode unserer Reihe „Black Characters in Games“.

Daneben erwarten euch eine kurze Einführung in die Geschichte schwarzer Figuren in Nintendo-Spielen sowie ein Überblick über die Evolution der Figurenensembles in Wave Race und 1080° Snowboarding.


Nur die wenigstens kennen oder erinnern sich vermutlich an Dion Blaster. Sein erster Auftritt in Nintendos First-Party-Snowboardspiel 1080° Snowboarding sollte auch sein letzter sein, und seither sind immerhin 19 Jahre vergangen.

Die Entwicklungsgeschichte dieses Nintendo 64-Spiels – das zwar bei Nintendo in Kyoto entstand, aber unter der  Leitung eines Ex-Namco-Mitarbeiters von zwei Briten programmiert wurde – böte Stoff genug für einen eigenen Artikel und kann in ihren Grundzügen in diesem exzellenten Artikel von Ben Sillis nachgelesen werden.

Möglicherweise ist es den ungewöhnlichen Personalien zu verdanken, dass 1080° Snowboarding gemessen an Nintendo-Maßstäben ungewöhnlich stark dem Zeitgeist der Spät-90er entsprach: 1998 erschienen, verströmte das Spiel eine street credibility, wie man sie sonst vor allem Spielen auf der PlayStation zuschrieb. Produktplatzierungen in Form von Lamar-Snowboards und Tommy-Hilfiger-Bekleidung trugen ihren Teil dazu bei, der bemerkenswerte, von Kenta Nagata komponierte Soundtrack den seinen: „techno and rappy beats“ mit „thrashy, foozed-out vocals“, um ein zeitgenössisches IGN-Review zu zitieren.


Nomen est omen: Dion Blaster

Gerade einmal vier Männer und eine Frau bot das Spiel, das ausschließlich 1-gegen-1-Rennen erlaubte, sodass der Turniermodus von 1080° in dieser Hinsicht ein wenig an ein Beat’em-Up erinnerte – ohne Sieg kein Weiterkommen (vielleicht der Einfluss von Director Masamichi Abe, der von Namco kam und zuvor an Tekken 2 gearbeitet hatte). Neben zwei Japanern, Kensuke Kimachi und der einzigen Frau Akira Hayami, umfasste die Charakterauswahl zwei Weiße, den Amerikaner Rob Haywood und den Kanadier Ricky Winterborn, und schließlich (und eher Wintersport-untypisch) auch einen Briten.

Doch statt bei letzterem auf überkommene Europa-Klischees zu setzen, entschied sich Nintendo mit Dion Blaster für einen robusten Schwarzen, der im Nintendo-Kosmos ein ziemliches Novum darstellte.

Im deutschen Club Nintendo Magazin wurde Dion Blaster, dessen spielmechanische Stärken Höchstgeschwindigkeit und Ausdauer sind, (von einem gewissen Elias Hauck, freier Mitarbeiter) wie folgt beschrieben:

„Wenn es um Snowboarding geht, macht Dion keiner etwas vor! (Behauptet er zumindest…) Mit seinen 28 Jahren hat er viel Erfahrung mit den unterschiedlichsten Boards und Strecken. Sein Zuhause ist in der Tat die Piste! Keinen Wettbewerb hat er ausgelassen und kein Gegner blieb ungeschlagen! Sein aggressiver Fahrstil ist ebenso gefürchtet, wie sein ungebremster Ehrgeiz, mit dem er seine Spitzenposition jedesmal aufs Neue verteidigt.“

Club Nintendo Magazin, Ausgabe 5/1998

Nun gut, Werbetext-Floskeln. Die englischsprachige Spielanleitung fasst sich kürzer und beschreibt ihn wie folgt:

Born: England / Age: 28 / Dion is one of the best overall snowboarders on the team. However, he doesn’t excel when it comes to tricks. This makes him impatient and irrational at times.

In beiden Fällen: der Schwarze als körperlich robust, aber nicht sehr filigran. Man kennt das, gerade aus Videospielen. Wie problematisch das ist, darüber lässt sich streiten, allerdings gilt es zu bedenken, dass 1080° Snowboarding vor beinahe 20 Jahren erschien und das anderswo oft nicht anders ausschaute.


Let me take you down the corridors of my life.

Ob Dion Blaster zu den populäreren oder weniger populären Figuren in 1080° Snowboarding zählte, ist schwer zu sagen. Viele Retrospektiven erwähnen ihn, meist neben Haywood und Winterborn. Letzterer (ebenfalls ein sprechender Name) ist übrigens das komplette spielmechanische und charakterliche Gegenstück zu Dion Blaster: gerade 14 Jahre alt, locker, lächelnd, blond, relativ langsam aber wendig und versiert im Ausführen von Tricks.

Generell ist faszinierend, wie viel Persönlichkeit die Figuren im (sehr einfallsreichen) Charakterauswahl-Bildschirm ausstrahlen. Den technischen Limitierungen trotzend, die etwa keine Gesichtsanimationen zulassen, erschaffen Körpersprache und Sprachsamples individuelle Charakterzüge, in denen sich zugleich die spielerische Zugänglichkeit der Fahrer widerspiegelt: Ricky, der mit kindlicher Sorglosigkeit auf einem Geländer sitzt, und Akari, die unschuldig lächelnd in die Kamera winkt, sind ideale Einsteigercharaktere. Rob und Kensuke begegnen uns mit selbstbewusster Coolness und richten sich an erfahrenere Spieler.

Dion Blaster schließlich begegnet uns als Mann, mit dem man sich lieber nicht anlegen möchte: Fast schon drohend vom Billiardtisch aufblickend, Brust aus, eine latente Agression in seiner Körpersprache, wenn er dem Spieler fordernd in die Augen schaut: „Bist du meiner würdig? Kannst du mit mir umgehen?“

Nicht-menschliche Bonusfahrer ausgenommen, ist Dion Blaster dann auch der anspruchsvollste Charakter im Spiel, dessen hohe Endgeschwindigkeit Profis nutzen, um Bestzeiten zu erreichen. Auf mich als Kind wirkte er stets ein wenig bedrohlich, auch wegen des offiziellen Artworks. Dass er mir dennoch so exemplarisch in Erinnerung geblieben ist, immer wenn ich an 1080° denke, liegt evtl. daran, dass 1080° immer auch durch seine Musik bestach, die ich wiederum mit Dion Blaster verband.

Leider kenne ich mich mit den subkulturellen Dresscodes der 90er nicht gut genau aus, als dass ich sagen könnte, auf welchen Stereotypen Dion Blaster genau aufbaut, aber allein schon weil er im Spiel als Brite beschrieben wird, und natürlich auch wegen seines klangvollen Namens, drängt sich bei mir heute stets die Assoziation zum Bristol-Sound auf, der in den 90er Jahren der Musikwelt seinen Stempel aufdrückte (vgl. Massive Attack, Tricky, Portishead etc.). Das ist aber vermutlich eher mein subjektives Empfinden.


Exkurs: Eine kurze Geschichte der Schwarzen in Nintendo-Spielen

1080° Snowboarding erschafft also mit nur fünf Spielfiguren ein denkwürdiges Ensemble, das gegenüber Wave Race 64 ein deutliche Weiterentwicklung darstellt. Dion Blaster verleiht der Gruppe dabei eine willkommene Schwere und Ernsthaftigkeit, von der auch die anderen Charaktere profitieren. Nichtsdestotrotz bleibt Dion Blaster natürlich ein eher flacher Charakter in einem Snowboardspiel, über dessen Persönlichkeit und Hintergrund wenig bekannt ist und die auf der Strecke auch kaum zur Geltung kommen. Warum also ist Dion Blaster einen eigenen Artikel wert?

Dion war keineswegs der erste schwarze Charakter in einem von Nintendo entwickelten Spiel. Er war allerdings unter den ersten, die spielbar waren, und – korrigiert mich, falls ich einen übersehen haben sollte – der erste glaubwürdige, der nicht als Comicfigur oder Karikatur daherkam.

10 Jahre lang war der wohl bekannteste Schwarze in einem Nintendo-First-Party-Spiel Doc Louis gewesen, der übergewichtige Box-Coach aus Punch Out!! Natürlich tauchten in diesem NES-Boxspiel und seiner SNES-Fortsetzung auch unter den Gegnern mehrere Schwarze auf. Mit Mike Tyson war Nintendo sogar eine Kooperation eingegangen, die dazu berechtigte, seinen Namen im Spieltitel zu nutzen. Es wäre allerdings ein Kunststück besonderer Art gewesen, wäre in der Umsetzung eines derart von erfolgreichen Afro-Amerikanern geprägten Sports nicht auch ein gewisser Anteil schwarzer Figuren vertreten gewesen.

Dass das andererseits nicht selbstverständlich ist, kann man etwa bei Earthbound sehen: In diesem doch eigentlich von Klischeebildern von Amerika durchdrungenem Spiel, das sogar eine Anspielung auf den Ku-Klux-Klan enthält, fehlen Schwarze fast völlig.

Einzig in F-Zero X, das aber etwas später als 1080° Snowbording auf den Markt kam, gab es eine respektable Zahl dunkelhäutiger Piloten und Pilotinnen. Doch sind diese in einem stark überzeichneten Comicstil gehalten und folgen nicht selten Stereotypen, die sich dicht an der Grenze zum Rassismus bewegen.

Größere Veränderungen stellten sich erst während der GameCube-Ära ein, als afro-amerikanische und andere dunkelhäutige Figuren über verschiedene Nintendo-Spieleserien hinweg häufiger auftauchten. Auf die Fortsetzungen von 1080° und Wave Race gehe ich weiter unten näher ein. Daneben gab es schwarze Charaktere in Eternal Darkness, F-Zero GX, Battalion Wars und Zelda: Twilight Princess. Keine sonderlich beeindruckende Liste und immer nur in Nebenrollen, aber eine Evolution immerhin, die sich auf Wii und WiiU fortsetzen sollte.


Die Schwester-Serie: Wave Race

Doch kehren wir zurück in die Zeit des Generationenwechsels vom Nintendo 64 auf den GameCube. Nicht zu Unrecht war 1080° Snowboarding häufig mit Wave Race 64 verglichen worden: Beide Spiele zeichneten sich durch simples, aber schwer zu meisterndes Arcade-Gameplay aus, durch beeindruckend realistische Darstellungen der Elemente und eine für Nintendo-Verhältnisse ausgeprägte Realitätsnähe.

In der Fortsetzung Wave Race: Blue Storm auf dem GameCube, die von Nintendos US-Studio NST entwickelt wurde, überraschte Nintendo schließlich damit, die beiden oft verglichenen Franchises auf narrativer Ebene zusammenzuführen. Neben drei der vier Protagonisten aus Wave Race 64 tauchen so auch drei Figuren aus 1080° Snowboarding auf: Akari Hayami, Haywood und Winterborn. Der Allrounder Kensuke Kimachi fiel wohl schon deshalb unter den Tisch, weil er dem anderen Allrounder Ryota Hayami zu sehr geähnelt hätte (welcher nun als Akaris Bruder vorgestellt wurde). Aber auch Dion Blaster konnte oder wollte man sich auf einem Jetski offenbar nicht vorstellen.

Schwarzen Ersatz gibt es dann aber doch: Eine in meinen Augen ganz und gar belanglose Schöpfung mit Namen Nigel Carver, interessanterweise erneut ein Brite, antiseptischer Schönling und zu Recht vollkommen vergessen. Komplettiert wurde das Roster von der Brasilianerin Serena del Mar. Ein Online-Wiki zur Wave-Race-Reihe schlussfolgert:

„Nigel Carver and Serena del Mar are the first „Dark Skin“ characters in the series of games making the game more balanced in skin color options.“

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Serena del Mar tatsächlich als „dunkelhäutig“ bezeichnen würde, aber im Prinzip haben die Autoren damit Recht: Auch der Kanadier Miles Jeter, der es als einziges Mitglied der Originalbesetzung aus Wave Race 64 nicht in die Fortsetzung geschafft hat, war ein Weißer, die drei anderen ebenfalls Weiße bzw. Asiaten.


No Love for Dion Blaster

In Blue Storm übergangen, bahnte sich 2002 Dion Blasters Rückkehr an. 1080° Snowboarding hatte zwar nicht ganz die Verkaufszahlen von Wave Race 64 erreichen können (154.000 Stück in Japan, 1.950.000 in den USA), war aber dennoch ein erstaunlicher Erfolg (23.000 in Japan, 1.230.000 in den USA). Eigentlich hatte es schon auf dem Nintendo 64 eine Fortsetzung erhalten sollen, die letztlich aber erst auf dem GameCube realisiert werden sollte. Mit der Entwicklung des Sequels hatte Nintendo zunächst Left Field Productions beauftragt, die sich als 2nd-Party bereits einen exzellenten Namen gemacht hatten: Excitebike 64 wie auch die NBA Courtside-Reihe stammten von den Kaliforniern.

Nach NBA Courtside 2002 auf dem GameCube trennten sich die Wege beider Unternehmen allerdings. Die Entwicklung von 1080° White Storm, wie die Fortsetzung anfangs heißen sollte, wurde nun ebenfalls NST übertragen (und sollte, nebenbei gesagt, der letzte große Heimkonsolentitel des heute fast bedeutungslosen Studios bleiben). Doch wie schon bei Wave Race: Blue Storm schienen die dort tätigen Designer auch diesmal keine großen Fans von Dion Blaster und Kensuke Kimachi gewesen zu sein.

In frühem Bildmaterial des GameCube-1080° waren beide Figuren zunächst nämlich wieder zu sehen gewesen, nebst einer Akari Hayami im klassischen (weniger sexy und weniger kindlichen) Look. Mit Ausnahme von Hayami entfernte NST diese Figuren nun wieder. Erstaunlich ist aber auch, dass NST die zwei Jahre zuvor selbst angestoßene Zusammenführung von 1080° und Wave Race nicht weiterverfolgte – im mittlerweile 1080° Avalanche betitelten Spiel also keine Wave Race-Fahrer auf die verschneiten Gipfel holte.

Erneut beschränkte man sich auf 1-gegen-1-Rennen und nur fünf spielbare Charaktere: Unter diesen sind die selben drei Figuren des Originals, die auch schon in Blue Storm auftauchten: Haywood, Winterborn und Hayami. Als Ersatz für Dion Blaster und Kensuke Kimachi werden ihnen zwei neue Fahrer zur Seite gestellt – und zwar abermals gleich zwei, die als dunkelhäutig angesehen werden dürfen. Tara Hunter zum einen, eine US-Amerikanerin, die in der deutschsprachigen Spielanleitung als „Hip Hop-Diva“ mit gutem Aussehen und einem „klugen wie eleganten Fahrstil“ beschrieben wird. Ferner: „Niemals würde sie ihre wahren Gefühle in der Öffentlichkeit zeigen, wenn sie dann nicht mehr anmutig und stylish aussähe.“

Daneben einen Mann, den man auf den ersten Blick für Dion Blaster halten könnte: Statur und Kleidungsstil des Chilenen Kemen Vazquez sind beinahe identisch. Allerdings wirkt er weniger düster und wird als eher locker und entspannt beschrieben. „Er würde eher cool und lässig Kontra geben, als blöd auf die Pauke zu hauen. Sein Temperament zeigt sich erst, wenn er gewinnt, denn dann gibt er ein paar coole Dance Moves zum Besten.“

Sowohl Tara Hunter als auch Kemen Vazquez scheinen in der kollektiven Erinnerung der Nintendo-Spielerschaft keine tieferen Spuren hinterlassen zu haben. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass 1080° Avalanche an den Erfolg seines Vorgängers nicht anknüpfen konnte. Dennoch stellt sich die Frage, warum NST nicht direkt auf den denkwürdigen Dion Blaster zurückgegriffen, sondern ihn durch einen Charakter ersetzt haben, der ihm so sehr ähnelt, dass er in der Erinnerung mancher Spieler tatsächlich für Dion Blaster gehalten wird?


Fazit: Spielfiguren zweiter Klasse?

So lässt sich dann zwar festhalten, dass Nintendo in Wave Race und insbesondere in 1080° Snowboarding respektable Beispiele schwarzer Figuren vorweisen kann, in deren Darstellung Stereotype nicht mehr oder weniger stark bedient werden als bei den anderen Fahrern. In den Fortsetzungen auf dem GameCube wurden freie Slots stets mit schwarzen oder lateinamerikanischen Charakteren besetzt, sodass die Gesamtzahl farbiger (nicht-asiatischer) Charaktere in 1080° und Wave Race recht beachtlich ist.

Problematisch ist, dass ihre Darstellungen nie von Dauer waren. Die Entwickler bei Nintendo waren offenbar nicht der Ansicht, dass irgendeine dieser Figuren erinnerungswürdig genug gewesen wäre, um einen erneuten Aufritt in einer der beiden Reihen verdient zu haben. Während weiße Männer und asiatische Frauen in diversen Episoden beider Spielreihen und mehrfach auftraten, schaffte kein einziger schwarzer Charakter den Sprung in die nächste Generation oder in das andere Franchise: Nicht Dion Blaster, auch nicht Nigel Carver. Und sollte jemals ein weiteres 1080° das Licht der Welt erblicken, wären Kemen Vazquez und Tara Hunter vermutlich auch nicht die erste Wahl.

Daher das Fazit: Selbst in den Nintendo-Spielen, die uns in Hinblick auf die Hautfarbe vergleichsweise ausgewogene Ensembles präsentieren, erscheinen die dort auftauchenden (mal mehr, mal weniger interessanten) Schwarzen als Charaktere zweiter Klasse. Dem Verschleiß zum Opfer fallende Quotenbringer, nicht potentielle Lead Characters, deren Ausarbeitung und dauerhafte Popularität Nintendo am Herzen lägen. Selbst wenn dabei eine Rolle gespielt haben sollte, welche Figuren unter den Spielern die beliebtesten waren, bleibt anzumerken, dass sich Spielerbindung und Wiedererkennungswert schwerlich entwickeln können, wenn der Möglichkeit zur Identifizierung immer wieder Steine in den Weg gelegt werden.

Leider hat sich an diesem Umstand bis heute nicht viel geändert: Der Einwand, dass es nur wenige Nintendo-Spiele gibt, die überhaupt die Möglichkeit böten, menschliche und somit schwarze Charaktere einzubinden, ist valide. Ebenso ist festzuhalten, dass vergleichsweise realitätsnähere Serien wie Wave Race und 1080° seit geraumen Jahren ohne Fortsetzung blieben, sich also unmöglich sagen lässt, wie deren Ensembles heute ausschauten. Splatoon ist ein lobenswertes Beispiel, in dem das gesamte Spektrum der Hautfarben gleichwertig und gleichumfänglich vertreten ist – auf die begleitende Amiibo-Reihe trifft das allerdings schon wieder weniger zu.

Das kürzlich erschiene Prügelspiel ARMS unterdessen, das eine generell sehr diverse Kämpferriege präsentiert, welche bereits mit der von Blizzards Overwatch verglichen wurde, hat bis heute gerade einmal eine schwarze Kämpferin. Dann aber auch, immerhin, eine Kämpferin – kein stumpfes Muskelpaket, sondern eine selbstbewusste, sportliche Diva, deren origineller R&B-Vibe mit Nintendos Kernzielgruppe offensichtlich ganz besonders resonierte.

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Ist Twintelle der Dion Blaster für eine neue Generation? Ja, gut möglich. [sk]


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