Fünf Monate und zehn Gastartikel später.

Es ist nun schon etwas mehr als einen Monat her, seit der letzte Gastartikel im Rahmen der Aktion GASTSPIELER auf SPIELKRITIK erschienen ist – doch wir haben nicht vergessen, dass wir das zweite Round-up noch schuldig sind.

Doch schön der Reihe nach.

Im Rahmen der Aktion GASTSPIELER waren im Dezember zunächst neun handverlesene Autoren und Autorinnen eingeladen, Gastartikel ihrer Wahl für SPIELKRITIK.com zu schreiben. Die ersten fünf Artikel, die so entstanden sind, ließen wir bereits in einem ersten Round-up Ende Januar Revue passieren. Direkt im Anschluss nahm der zweite Block seinen Lauf. Während einer der Autoren aufgrund von einer für ihn sehr glücklichen beruflichen Entwicklung absagen musste, kamen zwei weitere hinzu, sodass letztlich auch im zweiten Block insgesamt fünf Artikel von ebenso vielen Autoren und Autorinnen erscheinen sind.

Hier sollte ich kurz anmerken, dass der eigentlich beabsichtigte Event-Charakter der Aktion nach hinten raus ein wenig verloren gegangen ist: Den festen Publikationsrhythmus des ersten Blocks haben wir gegen Ende ganz bewusst aufgebrochen und die letzten drei Artikel sind in größeren und unregelmäßigeren Abständen auf der Seite erschienen. Das lag ganz einfach daran, dass zwei der letzten Autoren erst verspätet zur Aktion dazu gestoßen sind und hat dem Erfolg von GASTSPIELER auch keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: Diverse Verlinkungen auf großen und kleinen Spieleseiten waren der Lohn für besonders fundierte Beiträge, die auch in Hinblick auf ihre Leserzahlen neue Rekorde auf SPIELKRITIK aufstellen konnten.

Quo vadis GASTSPIELER?

Nach diesem Blick zurück, möchte ich kurz davon sprechen, wie es weiter geht: Denn wie oben schon erwähnt, soll der Abschluss gar kein ein Abschied sein. Kann es auch gar nicht mehr.

So freue ich mich, dass zwei der zehn GASTSPIELER mittlerweile zu festen Mitgliedern der SPIELKRITIK-Redaktion geworden sind: Daniel, aus dem ersten Block, schreibt bereits seit Februar regulär für uns und euch, und Iris, die als letzte Gastautorin dazustieß, wird das spätestens ab Juni tun!

Daneben möchte ich hiermit auch alle anderen GASTSPIELER noch einmal ganz herzlich einladen, auch in Zukunft auf die eine oder andere Weise an SPIELKRITIK mitzuwirken. Sei es mit weiteren Gastartikel oder sei es – wie bereits geschehen – mit kleineren Beiträgen im Rahmen unserer Xbox– und GameCube-Geburtstagsfeatures sowie in der ersten Ausgabe unseres neuen Gesprächsformats „slowtalk“.

Nicht zuletzt darf ich in Hinblick auf GASTSPIELER auf die zahlreichen Leserkommentare verweisen, um die uns – wie ich aus sicheren Quellen weiß – der eine oder andere größere Blog beneidet. Nicht nur wurden die Gastartikel selbst mit im Schnitt 12(!) Leserkommentaren belohnt, es hat sich mittlerweile auch eine ansehnliche und stabile Kommentatoren-Community auf SPIELKRITIK.com entwickelt, die sich teils aus den GASTSPIELERN selbst, teils aus anderen treuen Lesern zusammensetzt. Das ist ganz fantastisch!

Ferner sind derzeit mindestens zwei weitere Kooperationen geplant, mit neuen Gesichtern, deren Beiträge SPIELKRITIK im Laufe der nächsten Wochen bereichern werden. Ich habe noch keine abschließende Entscheidung getroffen, ob diese kommenden Gastartikel ebenfalls unter dem GASTSPIELER-Label erscheinen werden – das Label also vollends seines Event-Charakters entbunden und stattdessen zum Markenzeichen für Gastartikel aller Art wird – oder ob diese Beiträge außerhalb der Reihe online gehen werden, während GASTSPIELER als circa jährliches Event wiederkehren würde. Der Erfolg der Aktion, welcher der Reihe einen gewissen Bekanntheitsgrad beschert hat, lässt mich allerdings zu ersterem tendieren (womit jährlich wiederkehrende Event-Monate ja nicht ausgeschlossen wären).

Und schließlich möchte ich darauf hinweisen, dass SPIELKRITIK.com auch in Zukunft offen steht und eine Plattform sein möchte, für alle, die sich mit unserer (ziemlich flexiblen) Philosophie identifizieren können und denen ein Thema auf dem Herzen liegt, das sie mit unserer Leserschaft gern teilen möchten. Egal ob ihr Hobby-Blogger oder professionelle Journalistin seid, Indie-Entwicklerin oder Forscher in den Game Studies – oder einfach ein Mensch, der gerne spielt und über das, was er spielt, etwas Interessantes zu sagen weiß: Zögert nicht, sondern seid so gut und meldet euch! Am besten bei Twitter oder hier mittels Kontaktformular.

Für alle, die das GASTSPIELER-Special oder einzelne Episoden verpasst haben, gibt es hier nun einen Überblick über die letzten fünf Autoren und Autorinnen und ihre gewohnt abwechslungsreichen Beiträge. Und wenn euch einer ihrer Beiträge gefallen hat – wovon auszugehen ist! – würden wir uns freuen, wenn
ihr den Verfasser das auch wissen lasst: Ganz einfach in Form eines netten, gern auch konstruktiven Kommentars unter dem Artikel (eine Anmeldung braucht es dazu übrigens nicht; kommentiert ihr zum ersten Mal wird euer Kommentar kurze Zeit später freigeschaltet werden).

Hier sind die letzten 5 GASTSPIELER! Viel Spaß! [sk]

PS: Alle Gastautoren und Beiträge des ersten Blocks und mein damaliges Zwischenfazit seht ihr hier.


Die Autoren und Autorinnen

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Sascha Kretzschmar

Sascha lebt bei Stuttgart, ist 25 und Spieleenthusiast so lange er denken kann. In Anbetracht seiner Kenntnisse zur Geschichte, Industrie und Funktionsweise von Games mag man kaum glauben, dass er das Spielen nur als Hobby betreibt – das allerdings so richtig: Auf allen Konsolen, Handhelds und dem PC ist Sascha unterwegs, und sagt zu aktuellen AAA-Produktionen genau so wenig nein wie zu guten Indiespielen, die einen Schwerpunkt seines kürzlich gestarteten Blogs bilden. Sein Lieblingsspiel ist allerdings Terranigma auf dem Super Nintendo. Dort hat er unsere Welt schon zwanzig Mal gerettet und wird uns hoffentlich auch in Zukunft auf diese Weise zur Seite stehen.

Für Spielkritik hat Sascha sich des so komplexen wie gehypten Themas der ludo-narrativen Dissonanz angenommen und den Reboot von Tomb Raider als Negativ- sowie The Last of Us als Positiv-Beispiel herangezogen. Das Phänomen der „willing suspension of disbelief“ findet ebenfalls Erwähnung.

GASTSPIELER: Der Effekt der ludo-narrativen Dissonanz

Sascha schreibt auf Die Gaming Eule. twitter: @DieGamingEule


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Matthias „Nocthurn“ Schillig

Daheim im beschaulichen Sondershausen im Norden Thüringens, mit Lovecraft, Poe und Nietzsche im Bücherregal, und Metal in allen Schattierungen von Schwarz im Musikspieler, ist der etwas enigmatische Matthias aka. Nocthurn unser Mann für alles Dunkle. Jahrgang 1986, hat Matthias Politikwissenschaften und Philosophie studiert und über Videospiele zum literarischen Schreiben gefunden. Einige seiner sprachgewaltigen Fantasywelten lassen sich auf seinem Blog entdecken, daneben auch ein Tagebuch zu No Man’s Sky, in dem er beide Interessen gekonnt miteinander verbindet. Matthias hat eine Schwäche für Videospielsoundtracks und spielt am liebsten Strategie- und Rollenspiele.

Stammeskrieger, steigt von den Podesten! In einem kontrovers diskutierten „opinion piece“ Zaratustra’scher Prägung hat Matthias auf Spielkritik zu mehr Gelassenheit im Umgang mit Videospielen und in ihrer Diskussion aufgerufen, schließlich sei eine Meinung immer nur die eigene und Spiele eben doch nur Spiele.

GASTSPIELER: Wider den Elitismus

Matthias schreibt auf Xeperium. twitter: @Nocthurn


avatarChristian Neffe

Filmexperte Christian ist 26 und von allen Gastautoren am nächsten an Spielkritik dran – zumindest geografisch. Nach achtzehn Jahren hat er es geschafft, aus der ganz tiefen Lausitz bis nach Leipzig zu kommen, wo er bis vergangenes Jahr Medienwissenschaften studiert hat und nun als Volontär der Leipziger Volkszeitung auf bestem Weg zum „richtigen Journalisten“ ist (und so etwa von der letzten Leipziger Dreamhack berichten durfte). Auch als Gamer ist Christian ordentlich herumgekommen: einstiger Nintendo-Fanboy, dann Xbox, neuerdings PC – nur generell viel zu wenig Zeit für Spiele. Dass es mit seiner anderen Leidenschaft, Filmen, besser läuft, kann man auf seinem umfangreichen Blog verfolgen.

Für Spielkritik hat Christian das leidvolle Thema Videospielverfilmungen unter seine professionelle Lupe genommen: Einem geschichtlichen Abriss und einer pointierten Analyse, die der gescholtenen Problematik neue Aspekte abgewinnen kann, folgen erfreulicherweise auch Vorschläge, wie es besser klappen könnte.

GASTSPIELER: Eine Geschichte des Misserfolgs: Videospiel-Verfilmungen

Christian schreibt auf audio\visuell und für die Leipziger Volkszeitung.


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Iris Traumann

Iris ist 1985 in Frankfurt am Main zur Welt gekommen, hat mit Xenon 2: Megablast ihren Erstkontakt mit Games erfahren, ist dann mit dem SNES, dem GameBoy und der Playstation aufgewachsen, seit Gothic zum PC gewechselt, und schließlich zum Bioware- und Bethesda-Fan geworden. In Rostock hat die Historikerin Geschichte auf M.A. studiert und hat dabei einen militärhistorischen Schwerpunkt um die beiden Weltkriege verfolgt. Am interessantesten findet die leidenschaftliche Crossover-Gamerin daher auch Spiele mit historischen Bezügen, über deren Analyse sie das Interesse der Spieler an der ihnen zugrundeliegenden Geschichte wecken möchte. Lesen kann man diese Analysen auf ihrem Blog.

Für Spielkritik hat Iris ihre besondere Weltkriegs-Expertise auf Battlefield 1 angewandt und das Spiel aus Historikersicht unter die Lupe genommen: Heraus gekommen ist ein lehrreicher wie kurzweiliger Artikel über deutsche Panzer im Osmanischen Reich, Doppeldecker versus Zeppeline, und harmlose Senfgasgranaten im Multiplayer.

GASTSPIELER: Eine Wundertüte des Ersten Weltkriegs: Battlefield 1 aus Sicht eines Historikers

Iris schreibt auf HistoryInVideoGames.com – und ab Mai auch regulär für SPIELKRITIK. twitter: @HiVidGa


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„Flat“ Eric Retzlaff

Mit dem C64 gestartet, lebt Eric sein Hobby bis heute. Egal ob Konsole, Handheld oder PC – im Mittelpunkt stehen für Eric die Erfahrungen, die Spiele wie Super Mario Kart, Jagged Alliance 2 und Dreamfall: The Longest Journey ihm bieten. Als Informationswissenschaftler strebt er aber auch danach, immer Neues zu erfahren, mit viel Akribie Hintergründe aufzudecken und so die Geschichten hinter den Spielen ans Licht zu bringen. Stößt der Baden-Württemberger also auf eine Infolücke im Netz und lässt die Zeit es zu, wird gebloggt und gezockt – und so ist seine RetroStage längst zu einer echten Fundgrube an Querverbindungen und fast vergessenen Anekdoten zu Retro-Klassikern der 80er und 90er geworden.

Für Spielkritik hat Eric viele Wochen der Recherche in ein Herzensthema investiert: Die Welt der französischen Videospiele – und ihre einzigartigen Macher. Unter anderem dabei: Éric Chahi und Another World, Frédérick Raynal und Alone in the Dark, sowie Michel Ancel und Rayman. Ein Firmenkompendium gibt’s obendrauf.

GASTSPIELER: Ein kurzer Ausflug in die Welt der französischen Videospiele

Eric schreibt auf RetroStage. twitter: @retrostage

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