Die SPIELKRITIK-Lesetipps der Woche! Diesmal: Zwanghafter Perfektionismus als Spielspaßkiller, stupide Teilzeitjobs auf dem Weg zum Erwachsensein in Shenmue 2, und ein Abschied von der Welt und der Gemeinschaft von Dark Souls. Oben drauf: Hideo Kojima über das ganz eigene Körper-Seele-Problem der Ghost in the Shell-Realverfilmung. In Daniels Podcast-Empfehlungen geht es unter anderem um gute Wertungen für schlechte Spiele und um den Umgang mit dem baldigen Tod nahestehender Personen. Wie immer wünschen wir viel Spaß beim Lesen und Hören! Bis nächste Woche. [sk]

Perfektion in Grautönen
(spa-zone.de, Sven Himmen)

[…] Ich leide an einer Art Zwangsstörung, die ich der Einfachheit halber mit „krankhaftem Perfektionismus“ beschreiben möchte. Sie sorgt dafür, dass mir das Denken in Grautönen schwerfällt. Irgendwann kam ich an einen Punkt in meinem Leben, an dem ich Hilfe benötigte, die ich mittlerweile auch bekomme. Das bedeutet, dass ich während manchmal unglaublich anstrengender Therapiestunden und vor allem in der Zeit zwischen diesen Stunden über viele Dinge im eigenen Leben nachdenken muss. Dabei wurde mir klar, wie mir dieser verdammte Perfektionismus die Freude an vielen Videospielen genommen hat. […]

Hideo Kojima on the Philosophy Behind ‚Ghost in the Shell‘
(glixel.com, Hideo Kojima)

[…] I’d like to discuss the relationship between a ghost and a shell briefly, by substituting the idea with the relationship between an original work and how it’s represented. If the „ghost“ is the spirit, theme and other essential elements of a given work, then the „shell“ is the media and methods used to represent it […] Even with all the latest visual technology, though, the film basically boils down to a series of faithfully recreated scenes from the anime. […] I can’t help but feel that the production was trapped in the shell of the original, and as a result, it fails to come into its own. […]

Why I Love: Shenmue 2’s Lucky Hit
(gamesradar.com, David Roberts)

[…] Someone asked me a few weeks ago if they should avoid playing the Shenmue games and just watch a compilation of the game’s cinematics instead. I replied that it would suffice if all they cared about were the big story beats, but Shenmue isn’t really about the story. […] Shenmue is a celebration of life’s mundanities, and while it has the sweeping drama to pad out its narrative across multiple titles, it’s more about those small moments that fill in the cracks of our daily lives, only simulated in a virtual environment. […]

Danke. Punkt.
(polyneux.de, Volker Dohr)

[…] Hier trennen wir uns also, ganz leise und ich möchte Danke sagen. Nicht weinen, nicht fluchen, nicht wütend sein, einfach nur Danke sagen. Es war eine unglaubliche Erfahrung von der ich mir wünsche, dass sie einzigartig bleiben möge. […]


Hörenswert

Runde #105: Warum kriegen schlechte Spiele gute Bewertungen?
(Auf ein Bier, 08.04.2017, 02:00:53)

Was ist Qualität? Diese Frage beschäftigt Jochen, André und Sebastian in dieser Folge. Wann kann ein Spiel als gut bezeichnet werden und ist die Streiterei rund um die Punktewertung nicht eh viel zu objektiv? Wie weit ist der Spielejournalismus schuld an der Inflation der Spielewertungen und inwiefern beeinflussen alte Spiele die heutigen? [dm]

Doomian #15: Press B to Blog
(Doomian, 30.03.2017, 01:46:00)

Auch diesmal hat Fabu fünf interessante Gesprächspartner eingeladen. Einer davon erzählt vom nahenden Tod einer ihm wichtigen Person und wie sich dieser Umstand auf seine Spieleerfahrung auswirkt. Ein sehr persönlicher Einblick, bei dem das Call-In-Format mit Spielefokus unerwartete Stärken zeigt. Fabu selbst gewährt Einblick in Schicksale aus seinem Leben und spendet auf emotionale Weise Trost. Ein anderer Gast erzählt, warum sie nicht von Pokemon GO wegkommt und was daran sie fasziniert, dass sie es auch heute noch spielt. [dm]

Lust auf mehr? Die Games-Lesetipps der Woche gibt es immer donnerstags bei Spielkritik.com. Die letzte Ausgabe von Lesenswert findet ihr HIER.

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