Die handverlesenen Games-Lesetipps der Woche – heute mit Cyberpunk im Doppelpack (einmal kritisch, einmal optimistisch), mit Erinnerungen an die Welt von Half-Life 2, mit dem Synkretismus von Final Fantasy XV und mit den besten Alternativen zu den besten Nintendo-64-Klassikern. Für besonders hörenswert erachtet Daniel in dieser Woche die aktuelle Ausgabe von Auf ein Bier zum Thema Gamestop und Gebrauchtspiele, sowie das Pixeldiskurs Interview mit SpecialEffect, die behinderten Menschen das Videospielen ermöglichen.

Final Fantasy XV: Weltkultur als Popcollage
(videogametourism.at, Christopher Lukman)

[…] Fantasy wird hier zur Plattform einer heterogenen Motivschmelze, deren Narration sich aus den verschiedensten Archiven der Kulturen bedient. Neben der latenten homosexuellen Färbung der vier Hauptcharaktere presst das Spiel in seinen unzähligen Bruchstücken hinduistische Gottheiten, dämonische Roboter, knapp bekleidete Automobilmechanikerinnen und eine venezianische Hafenstadt auf eine schlanke Blu-Ray für die aktuellsten Konsolen. […]

Das Geheimnis von Half-Life 2
(videospielgeschichten.de, Andre Eymann)

[…] Das Stadtzentrum von City 17 ist hauptsächlich von Funktionalität und Kälte geprägt. Die systematische und blockartige Bebauung ist auf die zweckmäßige Unterbringung der bevormundeten und überwachten Bürger ausgerichtet. Sie bietet keinen Spielraum für Fantasie oder Träume. Selbst die Spielplätze liegen brach und werden schon lang nicht mehr von den Kindern benutzt. Allerorten finde ich im Spiel verlassene Gebäude und Plätze, so wie sie in der Regel nach dem Zusammenbruch eines Systems entstehen. […]

It’s time for cyberpunk games to remember how to be punk
(pcgamer.com, Jody Macgregor)

[…] They get the cyber, but not the punk. […] Recycling is an essential part of cyberpunk fiction, its cities full of repurposed junk given new life. The initial wave that followed iconic works like Neuromancer, Blade Runner, and Akira recycled too, using their conceits and visuals in new ways. Over time these tropes have been distilled into the core of the genre: all the imagery, with none of the messages. […]

The New Cyberpunk: The Promise Of A Brighter Video Game Future
(raygunbrown.com, David Rayfield)

[…] The time of cyberpunk is still to come. […] Cyberpunk 2077 holds a great deal of promise. Not only as a (hopefully) enjoyable game but as part of a greater spearhead into the future. It is likely the biggest and most expensive cyberpunk video game on the release calendar and represents an open door for more developers to step through and help change the void created by ultra-successful military shooters and sports games. […]

20 Alternatives to Classic Nintendo 64 Games
(realotakugamer.com, Steven Smith)

[…] The Legend of Zelda: Ocarina of Time Hercules: The Legendary Journeys
Similarities between the two extend further than using a colon in their respective titles. In fact, I suspect the Hercules development team played Ocarina of Time throughout the game’s creation. By no means is Hercules a like-for-like game – both in terms of content and quality, because it is not. However, casual fans of both the TV series it is based upon and Ocarina of Time will enjoy sinking their gaming teeth into this one if you haven’t already. […]


Hörenswert

Runde #98: Das Gamestop-Skandälchen und die Gebrauchtspiele
(Auf ein Bier, 19.02.2017, 1:55:28)

In der neuesten Folge von Auf ein Bier reden Jochen, Andre und Sebastian über den Gamestop-Skandal, welcher in der letzten Woche für viel Furore gesorgt hatte. Dabei gehen sie darauf ein, inwiefern es sich wirklich um einen ernstzunehmenden Skandal handelt und vergleichen den Gebrauchtmarkt in der Gamingindustrie mit anderen Industrien. Gut analysiert und mit kritischen Fragen nähern sie sich dem Thema. Digitalisierung, Wertverlust und Verkaufsmethodik sind Inhalt dieser Folge. [dm]

Pixeldiskurs-Podcast #34 – Spiele & Behinderungen: Interview mit SpecialEffect
(Pixeldiskurs, 19.02.2017, 1:48:40)

In Folge 3 der Hörreihe, rund um das monatliche Thema Behinderungen und Spiele, geht es im Kern um das Erleben von digitalen Spielen trotz Behinderung. In einem Interview beschreiben Mark und Frankie von SpecialEffect, wie sie es schaffen, Menschen mit einer Behinderung das Spielen zu ermöglichen. Sei es durch die Optimierung eines Controllers, um einer zittrigen Hand das Steuern zu erleichtern, oder die Konfigurierung eines Rollstuhls, sodass über diesem Assassins Creed gespielt werden kann. Dabei merkt man den Interviewten an, mit wie viel Leidenschaft und Freude sie sich für ihre „Kunden“ engagieren, damit auch diese sich schlussendlich als Gamer bezeichnen können. [dm]

Lust auf mehr? Die Games-Lesetipps der Woche gibt es immer donnerstags bei Spielkritik.com. Die letzte Ausgabe von Lesenswert findest du HIER.

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