Die Lesetipps der Woche sind zurück. Vollgepackt mit schönen Worten, mit denen die letzten Stunden bis Weihnachten wie im Fluge vergehen. Ho ho ho!

Es wird gemütlich: Phantomriverstone hat sich einmal mehr eines seeehr speziellen Themas angenommen und entführt uns in die wohlig warme Welt der Wärmequellen in Shenmue (und damit Japan). Sirius Delta von Indieflock geht der Frage nach, welche Emotionen neben Spaß Spiele sonst noch in uns hervorrufen können. Andi Dittmann hat mit dem Indie-Geheimtipp Papers, Please auch gleich ein Beispiel parat, das er einmal mehr auf Ethik und Moral abklopft. Meine Blog-Neuentdeckung der Woche: Politik und „Politik“ sind zweierlei – wie wir in einem langen aber sehr lohnenswerten Artikel von Raygunbrown erfahren. Ebenso kein einfaches Thema: Der Umgang mit sexueller Gewalt in Videospielen. Als Dessert erwartet euch mit Bloody Roar ein tierisches Festmahl aus PSX-Zeiten.

Damit verabschiede ich mich in die Weihnachtsfeiertage, allerdings nicht ohne zuvor noch auf das große GASTSPIELER Special hingewiesen zu haben. Nicht weniger als neun Gastautoren werden euch und SPIELKRITIK über die Feiertage und darüber hinaus mit ihren Beiträgen verwöhnen. Schaut deshalb auch morgen wieder vorbei, wenn Pascal von Indieflock.net in die Tiefen von Wario Land 3 vordringen wird.

Winter Heating in Japan | Shenmue Realism
(phantomriverstone.com, Switch)

[…] Today’s post is about the heating methods that can be observed in Shenmue at the Hazuki residence and elsewhere. […] Kerosene-burning heaters were quite a common form of heating rooms in the era of Shenmue, often with a compact pillar shape. They can be found in multiple locations throughout the game: there is one in Ryo’s house, in the employee lounge near the Tomato Convenience Store at the docks and another in the Alpha Trading office. […]

Spaß oder nicht Spaß…!?
(indieflock.net, Sirius Delta)

[…] Dabei ist Spaß bei weitem nicht die einzige Emotion, die Spiele auslösen. In der Pionierzeit der Videospiele mag das aufgrund der begrenzten Möglichkeiten noch größtenteils der Fall gewesen sein. Die technische Entwicklung lässt aber schon seit geraumer Zeit zu, dass auch andere Stimmungen eingefangen bzw. transportiert werden können. Dabei macht die Spielewelt eine ähnliche Entwicklung durch wie die Filmindustrie, die ja bekanntlich nicht nur von ihren Komödien lebt, sondern weit mehr zu bieten hat. […]

Ethik und Moral in Computerspielen: Papers, Please
(textualien.wordpress.com, Andi Dittmann)

[…] Menschen erscheinen an meinem Grenzübergang und legen mir Pässe, Visa oder ihre Arbeitserlaubnis vor. Ich prüfe, ob alles übereinstimmt, ob die Dokumente aktuell sind oder ob mir sonst irgendwas auffällt. […] Papers, Please fordert mich und meine Grundsätze, meine Prinzipien und meine Menschlichkeit heraus. Es zwingt mich Entscheidungen zu treffen, deren Folgen ich nicht absehen kann und ist dabei erbarmungslos in seiner Konsequenz. Es ist definitiv kein spaßiges, aber ein ungemein kluges, interessantes und wichtiges Spiel. […]

„Keep Your Politics Out Of Video Games“
(raygunbrown.com, David Rayfield)

[…] In the last few years, there’s been a certain phrase in the video game community that seems to be once again rising to a big crescendo. It has been applied to movies, music and even sports teams but it seems like it first took root in games. The phrase goes like this:
“Keep your politics out of video games”.
It lives in a lot of comment sections and Youtube videos. Typically, it is in response to games that concern some unexplored topic, storyline or character trait that has been either under or misrepresented by developers and publishers in the past. It’s a relatively new collection of words but the people who use it are all too familiar. […]

Wir müssen endlich über sexuelle Gewalt in Videospielen reden
(broadly.vice.com, Lisa Ludwig)

[…] Videospiele konfrontieren einen als Spieler mit den unterschiedlichsten Arten von potentiell traumatisierenden Inhalten. Vielleicht greift sexuelle Gewalt aber für viele auch deshalb anders, unangenehmer, tiefer, weil sie im spielerischen Kontext in den seltensten Fällen eine logisch nachvollziehbare Funktion erfüllt. […]

Having a bloody fine time in Bloody Roar
(recollectionsofplay.wordpress.com, Cary)

[…] I had heard of Bloody Roar from a friend who knew I was a fan of fighting games, but I hadn’t actually seen the game in person. This bizarre commercial didn’t help. I got the basic gist that you could play as people and animals, and that somehow they were intertwined. My only frame of reference then was Killer Instinct Gold, which included a number of animal-based characters, but Bloody Roar appeared to be something much different. […]

Lust auf mehr? Die Games-Lesetipps der Woche gibt es immer donnerstags bei Spielkritik.com. Die letzte Ausgabe von Lesenswert findest du HIER.

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