Da ist auch schon wieder eine Woche rum. Die Lesetipps diesmal im Zeichen von Krieg und Gewalt, mit gehetzten Mäusen, rivalisierenden Maskottchen und ohne Pokémon Go.

Die Gewaltdiskussion als Farce
(thevirtualmirror.wordpress.com, Wolfgang Walk)

[…] Sind wir als Industrie und Kunstform immer noch so in der Defensive, dass wir eine intellektuell ehrliche, konstruktuive und vor allem an empirischen Fakten und ästhetischen Fragestellungen orientierte Diskussion über Gewalt in Spielen nach wie vor nicht leisten können? Die Antwort ist für mich ein klares Nein. Wir können diese Diskussion führen. Wir müssen sie sogar führen. Und nicht nur, weil wir dann ihren Rahmen bestimmen können, sondern weil wir am Ende bessere Spiele haben werden. Nicht unbedingt weniger gewalttätige – aber bessere. Und der allererste Beitrag dieser Diskussion bestünde darin, die gegenwärtige Fragestellungen auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen. Es geht nicht darum, ob Gewaltdarstellungen oder sogar virtuelle Gewalthandlungen gewalttätig machen. […] Es geht […] vor allem darum, die Frage der Gewalthaltigkeit eines Spiels als natürlichen Bestandteil einer kulturkritischen Diskussion eines Werkes zu betrachten. […]

Reflecting on the Pivotal „Mascot“ Fight of 1996
(chi-scroller.com, Chris Hodges)

[…] When the Nintendo 64 launched in North America in 1996 alongside Super Mario 64, the stage was set for gaming’s next great mascot showdown–even though Sega’s contestant wasn’t their actual mascot and Sony’s contestant wasn’t even their character at all. Of course, it wasn’t the actual companies that were pitting these three characters and their games against each other in a three-way battle–that was largely the doing of the media at the time, eager to have big, recognizable characters squaring off on their covers and in multi-page features to represent the machine each character called home. […]

Mappy-Land!mappy-land-3
(themaximumutmost.wordpress.com, pine717)

[…] Especially when you’re a kid, you’re sort of at the mercy of what your parents buy you, and particularly in those NES days when adults didn’t know much about gaming, they really didn’t pay much heed to popularity or word of mouth when buying games.  I often found myself the recipient of gifted games that I felt I was the only person in the world who played. […] Mappy-Land has always been something of a menacing and, in a way, sad experience to me.  The game was always kind of scary to me.  I think it’s because Mappy-Land is a game about being chased, and especially for a young kid, that creates a lot of emotional tension. […]

Es ist kalt… und es ist Krieg… Kalter Krieg
(videospielgeschichten.de, Jens Sommerfeld)

[…] Unsere Gedanken waren frei, videospielorientiert und spektakulär. Sorgen hatten wir keine, und uns interessierten die wahren Hintergründe, wie zum Beispiel die verschiedenen Auswirkungen von politischen Beziehungsproblemen zwischen den Blöcken, die dieses Desaster eines potentiell möglichen Ausartens solch einer Gefahr ermöglichten, natürlich überhaupt gar nicht. Uns interessierten nur die Filme und Videogames. Die mit Krieg. Die mit Schießen. Und die mit den bösen Russen. […]

Liebe Eltern, kauft kein Call of Duty!
(facebook.com, Christian Gürnth)

[…] „Du bist ein Doppelmoralist: Du hast doch erzählt, dass du Resident Evil gespielt hast, als es erschienen ist. Da warst du 11 Jahre alt!“ Stimmt. Es hat mir nicht geschadet. Aber es hätte auch nicht geschadet, wenn ich es nicht gespielt hätte. […]

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