Die Web-Empfehlungen der Woche. Heute möchte ich zunächst über eine kleine Änderung in dieser Rubrik informieren.

Bisher hatte ich an dieser Stelle ausnahmslos auf andere WordPress.com-Blogs verlinkt: Die Idee hinter dieser Beschränkung war die, dass ich Aufmerksamkeit auf den starken Content der zumeist kleinen Blogs lenken, und damit auch die Interaktion zwischen diesen (sehr unterschiedlichen) Blogs anregen wollte. An dieser Absicht soll sich auch in Zukunft nichts ändern, und deshalb habe ich es mir zur Regel gemacht, dass auch weiterhin mindestens die Hälfte aller wöchentlichen Links auf WordPress.com-Pages verweisen soll.

Daneben werde ich von heute an aber auch Links zu sonstigen Websites hier posten. Das können Blogs sein, die anderswo gehostet sind, aber auch jede andere Form von Website. Die fehlende Möglichkeit, in diesem Rahmen auch anderswohin verlinken zu können, erschien mir gerade im Zuge der Diskussion bestimmter Themenschwerpunkte als allzu arbiträre Beschränkung. Ich hoffe, dass diese Rubrik, nachdem sie für jeglichen Content geöffnet ist, noch interessanter wird, und noch häufiger angeklickt, und dass den zumeist „kleinen“ Blogs so Seite an Seite mit den besten Artikeln großer Publikationen erst recht einige Aufmerksamkeit zuteil wird. Und nun viel Spaß beim Lesen!

The Forgotten Politics Behind Contra’s Name
(killscreen.com, Matt Morey)

[…] In Japan, the game takes place in New Zealand, the year 2633—a relatively innocuous time and location. In the American translation of Contra, however, where the political realities and controversy surely wouldn’t tackle the subject head-on, the opposite is true. It is set somewhere in the Amazon, in the present day, 1987. Those jungle trees and mountains in the background are just as much the geography of Nicaragua as New Zealand. Usually, localization and translation are meant to make a game more palatable, but everything about the American Contra is more spicy. […]

Der ethische Avatar
(thevirtualmirror.wordpress.com, Wolfgang Walk)

[…] Aus diesen einführenden Punkten ergibt sich, dass der ethische Avatar keine politische Forderung an das Spiel selbst ist, vorgebracht von besorgten Eltern, Lehrern, Politikern oder Bürgern, um das Spiel in der Freiheit seiner Kunst zu beschränken. Der ethische Avatar ist im Gegensatz eine ästhetische Forderung an das Spiel mit dem Ziel, ihm Freiheitsräume aufzuschließen, die der Kunstform heute oft noch aus falscher Angst vor einer echten Kontroverse verbaut werden. Wie ich noch zeigen werde, hat er viel mehr mit dem Schritt von Mono nach Stereo bei der Schallplattenproduktion zu tun als – um bildlich in der Branche zu bleiben – mit der Politisierung der Popmusik durch Bob Dylan. […]

Ich hab 100 Punkte geschafft – aber wer bin ich eigentlich?
(freiesfeld.ch, János Moser)

[…] Die Brutes eröffnen das Feuer auf mich. Bin ich es denn, der unter Beschuss geraten ist? Nein. Während der Zeit, in der Master Chief durch das winterliche Level stapfte, sass ich in meinem warmen Wohnzimmer. Das einzige, was mich mit Master Chief verband, waren ein paar Tasten auf dem Controller. Und die reichten, dass ich mich mit ihm identifizierte. So sehr, dass ich kein Problem damit hatte, die Figur, die da beschossen wird, mit ich zu bezeichnen. Warum? […]

The guy you’re playing as in Doom is playing Doom
(eurogamer.net, Christian Donlan)

[…] Before we go any further I should probably add that the guy you’re playing as in Doom is also, for most of the campaign, just an arm. Okay, two arms on the rare occasion when he needs to smash a fist into his palm or yank apart a set of jammed doors. Doom isn’t the first game to do this by any means – it’s not the first game to give you a near silent protagonist, or give its first-person camera some kind of presence in the world. What’s different about Doom is how much charm it gets into such a small set of animations. This Doom, above and beyond all other things, is a game of great charm. […]art2

Classics: Majora’s Mask, The Game that Does More
(criticalrambles.com, criticalrambles)

[…] What makes Majora’s Mask stand out from the multitude of other Zelda games is its signature zaniness. Playing the game transports you to the drug-like fever dream masked ball that is Termina, a world whose constant weirdness is beautifully complimented by the uncomfortable feeling of familiarity and persistently disturbing imagery. Majora’s Mask is the one Zelda game I would personally reserve for more versed fans of the series, as it is not only far and away the darkest of all Zelda games, it is the most difficult to enjoy. […]

Link’s True Face: An Analysis of Majora’s Mask
(selectstartmedia.net, Angus Baillie)

[…] It is my firm belief that Majora’s Mask presents a game world – perhaps imagined by Link himself – that acts as a space for the exploration of Link’s own psyche. Although Link is constructed to be an empty vessel for the player to enact heroism through, there are compelling reasons to believe that aspects of Link’s character maybe be reflected in the narrative arcs of Majora’s Mask. […]

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